
Wilhelm Busch1832 - 1908
deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
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http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch
Alte Bäume behämmert der Specht am meisten. Wilhelm Busch (#890) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Gehabte Schmerzen, die hab ich gern. Wilhelm Busch (#3570) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Heißa!! - rufet Sauerbrod - Heißa! meine Frau ist tot!! Wilhelm Busch (#3571) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Junge Hähnchen, sanft gebraten, dazu kann man dringend raten. Wilhelm Busch (#3572) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Mir ist alles einerlei. Mit Verlaub, ich bin so frei. Wilhelm Busch (#3573) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Nur des Geistes Kraft allein schneidet in die Seele ein. Wilhelm Busch (#3574) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Und die Liebe per Distanz, kurz gesagt, missfällt mir ganz. Wilhelm Busch (#3575) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Rotwein ist für alte Knaben
Eine von den besten Gaben. Wilhelm Busch (#3576) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Der Säugling, des Gesanges müde,
Ruht aus von seinem Klageliede. Wilhelm Busch (#3577) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Der Weise schweigt.
Er kennt die Gründe. Wilhelm Busch (#3578) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Denn gerne gibt man aus der Hand,
Den Säugling, der nicht stammverwandt. Wilhelm Busch (#3579) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Die Freude flieht auf allen Wegen - der Ärger kommt uns gern entgegen. Wilhelm Busch (#3580) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Die Schwierigkeit ist immer klein, man muss nur nicht verhindert sein. Wilhelm Busch (#3581) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Im Durchschnitt ist man kummervoll
und weiß nicht, was man machen soll. Wilhelm Busch (#3582) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Oh, wie beglückt ist doch der Mann,
wenn er Gedichte machen kann! Wilhelm Busch (#3583) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Sehr gut in solchen Fällen ist
Bedachtsamkeit, gepaart mit List. Wilhelm Busch (#3584) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wie wohl ist dem, der dann und wann
sich etwas Schönes dichten kann! Wilhelm Busch (#3585) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Bequeme Leute, wenn sie gähnen, lassen sie meist gleich das Maul offen fürs nächste Mal. Wilhelm Busch (#3586) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Für jede angenehme Erwartung gibt's mindestens drei unangenehme Möglichkeiten. Wilhelm Busch (#3587) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Kinder, in ihrer Einfalt, fragen immer und immer: Warum? Der Verständige tut das nicht mehr- denn jedes Warum, das weiß er längst, ist nur der Zipfel eines Fadens, der in den dicken Knäuel der Unendlichkeit ausläuft, mit dem keiner recht fertig wird, er mag wickeln und haspeln- so viel er nur will. Wilhelm Busch (#3588) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer Steine und Eier verpackt, soll die Steine nach unten legen. Wilhelm Busch (#3589) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Denn die Summe unseres Lebens
Sind die Stunden, in denen wir liebten. Wilhelm Busch (#3590) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Musik wird oft nicht schön empfunden,
Weil sie stets mit Geräusch verbunden. Wilhelm Busch (#3591) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Zu große Hast macht ungeschickt. Wilhelm Busch (#3592) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Dann ist freilich jeder bange,
Selbst der Affengreis entfleucht,
Wenn die lange Brillenschlange
Zischend von der Palme kreucht. Wilhelm Busch (#3593) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Mit Recht erscheint uns das Klavier
Wenn's schön poliert, als Zimmerzier. Ob's außerdem Genuß verschafft
Bleibt hin und wieder zweifelhaft. Wilhelm Busch (#3594) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Bei dem Duett sind stets zu sehn
Zwei Mäuler, welche offen stehn. Wilhelm Busch (#3595) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man lässt. Wilhelm Busch (#3596) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Drum soll ein Kind die weisen Lehren
Der alten Leute hochverehren!
Die haben alles hinter sich
Und sind, gottlob! recht tugendlich! Wilhelm Busch (#3597) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Es ist ein Brauch von alters her:
Wer Sorgen hat, hat auch Likör! Wilhelm Busch (#3598) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Oh! - sprach der Jean, - es ist ein Graus!
Wie schnell ist doch das Leben aus! Wilhelm Busch (#3599) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ratsam ist und bleibt es immer
Für ein junges Frauenzimmer,
Einen Mann sich zu erwählen
Und womöglich zu vermählen. Wilhelm Busch (#3600) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Und der Jud mit krummer Ferse
Krummer Nas' und krummer Hos'
Schlängelt sich zur hohen Börse
Tiefverderbt und seelenlos! Wilhelm Busch (#3601) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wo der Böse nächtlich praßt
und im Kreis der Liberalen man den Heilgen Vater haßt. Wilhelm Busch (#3602) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wo kriegten wir die Kinder her,
Wenn Meister Klapperstorch nicht wär? Wilhelm Busch (#3603) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Zwar man zeuget viele Kinder,
Doch man denket nichts dabei,
Und die Kinder werden Sünder,
Wenn's den Eltern einerlei. Wilhelm Busch (#3604) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Allein man nimmt sich nicht in acht,
Und schlupp! ist man zur Welt gebracht. Wilhelm Busch (#3605) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Das Trinkgeschirr, sobald es leer,
Macht keine rechte Freude mehr. Wilhelm Busch (#3606) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Oft findet man nicht den Genuss,
den man mit Recht erwarten muss. Wilhelm Busch (#3607) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
So geht es mit Tabak und Rum: Erst bist du froh, dann fällst du um. Wilhelm Busch (#3608) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Alle Menschen, ausgenommen die Damen, spricht der Weise, sind mangelhaft. Wilhelm Busch (#3609) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Die Welt ist wie ein Brei. Zieht man den Löffel heraus, und wär's der größte, gleich klappt die Geschichte wieder zusammen, als wenn gar nichts passiert wäre. Wilhelm Busch (#3610) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ein Buch ist ja keine Drehorgel. Wilhelm Busch (#3611) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ein Buch, wenn es so zugeklappt daliegt, ist ein gebundenes, schlafendes, harmloses Tierchen, welches keinem was zuleide tut. Wer es nicht aufweckte den gähnt es nicht an- wer ihm die Nase nicht grad zwischen die Kiefern steckt, den beißt's auch nicht. Wilhelm Busch (#3612) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Geht's uns nicht so mit allen Dingen, denen wir gründlich zu Leibe rücken, daß sie grad dann, wenn wir sie mit dem zärtlichsten Scharfsinn erfassen möchten, sich heimtückisch zurückziehen in den Schlupfwinkel der Unbegreiflichkeit? Wilhelm Busch (#3613) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Eine kleine Betriebsstörung im Verkehr zweier Herzen kann immerhin vorkommen. Wilhelm Busch (#3614) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Lieber ein bissel zu gut gegessen, als wie zu erbärmlich getrunken. Wilhelm Busch (#3615) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer der Gerechtigkeit folgen will durch dick und dünn, muss lange Stiefel haben. Habt ihr welche? Habe ich welche? Ach, meine Lieben! Lasset uns mit den Köpfen schütteln! Wilhelm Busch (#3616) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer sich keinen Punkt denken kann, der ist einfach zu faul dazu! Wilhelm Busch (#3617) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Unvorsichtigkeit ist eine hervorragende Eigenschaft derjenigen Menschen, welche morgen genau wissen, was sie heute zu tun haben. Wilhelm Busch (#3618) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Denn der Mensch als Kreatur
hat von Rücksicht keine Spur. Wilhelm Busch (#3619) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Einszweidrei, im Sauseschritt
läuft die Zeit, wir laufen mit. Wilhelm Busch (#3620) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Liebe - sagt man schön und richtig, - ist ein Ding, was äußerst wichtig. Wilhelm Busch (#3621) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Sein Prinzip ist überhaupt:
Was beliebt ist auch erlaubt,
denn der Mensch als Kreatur,
hat von Rücksicht keine Spur. Wilhelm Busch (#3622) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Wilhelm Busch (#3623) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Bald klopft vor Schmerz und bald vor Lust,
das rote Ding in meiner Brust Wilhelm Busch (#3624) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Es wird mit Recht ein guter Braten
gerechnet zu den guten Taten;
und dass man ihn gehörig mache,
ist weibliche Charaktersache. Wilhelm Busch (#3625) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ferne Berge seh ich glühen!
Unruhvoller Wandersinn! Wilhelm Busch (#3626) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Früher, da ich unerfahren und bescheidner war als heute,
Hatten meine höchste Achtung andre Leute.
Später traf ich auf der Weide außer mir noch mehr Kälber,
und nun schätz ich, sozusagen, erst mich selber. Wilhelm Busch (#3627) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wenn Lügen Haare wären,
wir wären rauh wie Bären
und hätten keine Glatzen. Wilhelm Busch (#3628) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer einen guten Braten macht,
hat auch ein gutes Herz. Wilhelm Busch (#3629) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ach, reines Glück gedeiht doch nie,
Wer zahlen soll und weiß nicht, wie. Wilhelm Busch (#3630) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Denn früh belehrt ihn die Erfahrung,
sobald er schrie, bekam er Nahrung. Wilhelm Busch (#3631) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Der Künstler fühlt sich stets gekränkt,
wenn's anders kommt, als wie er denkt. Wilhelm Busch (#3632) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Froh schlägt das Herz im Reisekittel,
Vorausgesetzt, man hat die Mittel. Wilhelm Busch (#3633) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Hoch ist der Liebe süßer Traum,
Erhaben über Zeit und Raum. Wilhelm Busch (#3634) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Leicht kommt man an das Bildermalen,
doch schwer an Leute, die's bezahlen. Wilhelm Busch (#3635) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Mit scharfem Blick, nach Kennerweise,
seh' ich zunächst mal nach dem Preise.
Und bei genauerer Betrachtung,
steigt mit dem Preise auch die Achtung. Wilhelm Busch (#3636) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Sei mir willkommen süßer Schlaf!
Ich bin zufrieden, weil ich brav. Wilhelm Busch (#3637) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
So blickt man klar, wie selten nur,
ins innre Walten der Natur. Wilhelm Busch (#3638) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Und wahrlich! Preis und Dank gebührt
Der Kunst, die diese Welt verziert. Wilhelm Busch (#3639) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Also lautet ein Beschluss,
dass der Mensch was lernen muss. Wilhelm Busch (#3640) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Denn wer böse Streiche macht,
Gibt nicht auf den Lehrer acht. Wilhelm Busch (#3641) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Eben geht mit einem Teller
Witwe Bolte in den Keller,
Daß sie von dem Sauerkohle
Eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt,
Wenn er wieder aufgewärmt. Wilhelm Busch (#3642) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Aber hier, wie überhaupt,
Kommt es anders, als man glaubt. Wilhelm Busch (#3643) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Denen, die der Ruhe pflegen, kommen manche ungelegen. Wilhelm Busch (#3644) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Der Gedanke macht ihn blass,
wenn er fragt: Was kostet das? Wilhelm Busch (#3645) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Er fühlt sich wie neu gestärkt,
Als er soviel Geld bemerkt. Wilhelm Busch (#3646) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein! Wilhelm Busch (#3647) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Warum soll ich nicht beim Gehen,
Spricht er, in die Ferne sehen?
Schön ist es auch anderswo,
Und hier bin ich sowieso. Wilhelm Busch (#3648) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wenn mir aber was nicht lieb, weg damit! ist mein Prinzip. Wilhelm Busch (#3649) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer sich freut, wenn wer betrübt, macht sich meistens unbeliebt. Wilhelm Busch (#3650) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Bis auf weiters das Messer blitzt, die Schweine schrein,
Man muss sie halt benutzen,
Denn jeder denkt: Wozu das Schwein,
Wenn wir es nicht verputzen?
Und jeder schmunzelt, jeder nagt
Nach Art der Kannibalen,
Bis man dereinst »Pfui Teufel!« sagt
Zum Schinken aus Westfalen. Wilhelm Busch (#3651) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
Kriegt augenblicklich Junge. Wilhelm Busch (#3652) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ein Narr hat Glück in Masse,
Wer klug, hat selten Schwein. Wilhelm Busch (#3653) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Für ewig aus dunkler Tiefe
Sprudelt der Lebensquell. Wilhelm Busch (#3654) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Grad zu den frühen Morgenzügen
Kommt man am leichtesten zu spät. Wilhelm Busch (#3655) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Mit allen Kreaturen bin ich
In schönster Seelenharmonie.
Wir sind verwandt, ich fühl es innig,
Und eben darum lieb ich sie. Wilhelm Busch (#3656) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer leben will, der muss was tun. Wilhelm Busch (#3657) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer als Wein- und Weiberhasser
Jedermann im Wege steht,
Der genieße Brot und Wasser,
Bis er endlich in sich geht. Wilhelm Busch (#3658) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Auch das kleinste Ding hat seine Wurzel in der Unendlichkeit, ist also nicht völlig zu ergründen. Wilhelm Busch (#3659) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Aus faulen Eiern werden keine Küken. Wilhelm Busch (#3660) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Bemüh dich nur und sei hübsch froh, der Ärger kommt schon sowieso. Wilhelm Busch (#3661) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Das Feinste fällt durch's Sieb. Wilhelm Busch (#3664) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Die Bäume fahren im Frühling aus der Haut. Wilhelm Busch (#3665) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Der Beste muss mitunter lügen;
Zuweilen tut er's mit Vergnügen. Wilhelm Busch (#3666) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Der Gewinn anderer wird fast wie ein eigener Verlust empfunden. Wilhelm Busch (#3667) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Der Philosoph hat wie der Hausbesitzer Reparaturen. Wilhelm Busch (#3668) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Der philosophische Ballon steigt nicht über die irdische Atmosphäre hinauf. Wilhelm Busch (#3669) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie. Wilhelm Busch (#3670) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Dummheit, die man bei anderen sieht, wirkt meist erhebend aufs Gemüt Wilhelm Busch (#3671) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Dummheit ist auch eine natürliche Begabung. Wilhelm Busch (#3672) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Er musste erst mit dem Kopf gegen die Bäume rennen, ehe er merkte, dass er auf dem Holzweg war. Wilhelm Busch (#3673) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Erwischtes Laster verzeiht eher als erwischte Dummheit. Wilhelm Busch (#3674) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Lästige Gedanken sind wie zudringliche Stechmücken. Wilhelm Busch (#3675) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Man kann sein Geld nicht schlechter anlegen, als in ungezogenen Kindern. Wilhelm Busch (#3676) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Man tadelt oft den Lasterhaften, weil man ihn beneidet. Wilhelm Busch (#3677) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Mancher kann nicht aus dem Fenster hinausdenken. Wilhelm Busch (#3678) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Materie ist die Hartnäckigkeit der kleinsten Lebewesen. Wilhelm Busch (#3679) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Mitunter sitzt die größte Seele
In eines Zahnes kleiner Höhle. Wilhelm Busch (#3680) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Oft ist das Denken schwer, indes
das Schreiben geht auch ohne es. Wilhelm Busch (#3681) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wenn es Silvester schneit, ist Neujahr nicht weit. Wilhelm Busch (#3682) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wenn man es nur versucht, so geht's. Das heißt mitunter, doch nicht stets. Wilhelm Busch (#3683) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer auf offener See fährt, richtet sich nach den Sternen. Wilhelm Busch (#3684) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer dir sagt, er hätte noch nie gelogen, dem traue nicht, mein Sohn! Wilhelm Busch (#3685) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer hinter die Puppenbühne geht, sieht die Drähte. Wilhelm Busch (#3686) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten. Wilhelm Busch (#3687) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wie klein das ist, was einer ist,
Wenn man's an seinem Dünkle misst. Wilhelm Busch (#3688) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer rudert, sieht den Grunde nicht. Wilhelm Busch (#3689) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer sich auf's Gebiet des Verstandes begibt, muss sich den Gesetzen des Landes fügen. Wilhelm Busch (#3690) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer zusieht, sieht mehr, als wer mitspielt. Wilhelm Busch (#3691) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wo man am meisten drauf erpicht,
Grad das bekommt man meistens nicht. Wilhelm Busch (#3692) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Zuviel und zuwenig Vertrauen sind Nachbarskinder. Wilhelm Busch (#3693) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Kein Ding sieht so aus, wie es ist. Am wenigsten der Mensch, dieser lederne Sack voller Kniffe und Pfiffe. Wilhelm Busch (#3694) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Lachen ist ein Ausdruck relativer Behaglichkeit. Der Franzel hinterm Ofen freut sich der Wärme um so mehr, wenn er sieht wie sich draußen der Hansel in die rötlichen Hände pustet. Wilhelm Busch (#3695) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ach, die Welt ist so geräumig,
Und der Kopf ist so beschränkt! Wilhelm Busch (#3696) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Der Ruhm, wie alle Schwindelware,
Hält selten über tausend Jahre.
Zumeist vergeht schon etwas eh'r
Die Haltbarkeit und die Kulör. Wilhelm Busch (#3697) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Die Welt, obgleich sie wunderlich,
ist mehr als gut genug für mich! Wilhelm Busch (#3698) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ein jeder kriegt, ein jeder nimmt
In dieser Welt, was ihm bestimmt. Wilhelm Busch (#3699) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Es saust der Stock, es schwirrt die Rute.
Du darfst nicht zeigen, was du bist.
Wie schad, o Mensch, dass dir das Gute
Im Grunde so zuwider ist. Wilhelm Busch (#3700) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Geld gehört zum Ehestande,
Hässlichkeit ist keine Schande,
Liebe ist beinah absurd. Wilhelm Busch (#3701) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Hinter jedem neuen Hügel
dehnt sich die Unendlichkeit. Wilhelm Busch (#3702) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Nur wenn ein kleines Missgeschick
Betrifft den Treiber und Leiter,
Dann fühlt man für den Augenblick
Sich sehr befriedigt und heiter. Wilhelm Busch (#3703) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Und wie das häufig so der Brauch,
Der Stolz wuchs mit dem Bauche auch Wilhelm Busch (#3704) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wenn einer, der mit Mühe kaum,
geklettert ist auf einen Baum,
schon meint, dass er ein Vogel wär,
so irrt sich der. Wilhelm Busch (#3705) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer einsam ist, der hat es gut,
weil keiner da, der ihm was tut. Wilhelm Busch (#3706) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Alte Bäume behämmert der Specht am meisten. Wilhelm Busch (#3707) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Böses Weib soll man dem Teufel zum Geburtstag schenken. Wilhelm Busch (#3708) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Der Ungeduldige fährt sein Heu nass ein. Wilhelm Busch (#3709) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Die Welt, obgleich sie wunderlich,
ist gut genug für dich und mich! Wilhelm Busch (#3710) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. Wilhelm Busch (#3711) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Gewisse Dinge greift man so vergeblich mit Worten an wie Geister mit Waffen. Wilhelm Busch (#3712) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Jede Geburt ist Wiedergeburt. Wilhelm Busch (#3713) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Methaphysik[!] und Worte! Das ist grade so, als wenn man einem die Lehre von der Erbsünde auf der Flöte vorspielte. Wilhelm Busch (#3714) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Oft trifft man wen, der Bilder malt,
viel selt'ner wen, der sie bezahlt Wilhelm Busch (#3715) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Platonische Liebe kommt mir vor wie ein ewiges Zielen und Niemals-Losdrücken. Wilhelm Busch (#3716) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber den Intoleranten. Wilhelm Busch (#3717) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
»Vielleicht« ist ein schlauer Krebs, der vor- und rückwärts gehen kann. Wilhelm Busch (#3718) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Das weiß ein jeder, wer's auch sei, gesund und stärkend ist das Ei. Wilhelm Busch (#3719) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Die erste Pflicht der Musensöhne ist, daß man sich ans Bier gewöhne. Wilhelm Busch (#3720) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Distanz und die Liebe per Distanz,
Kurz gesagt, missfällt mir ganz. Wilhelm Busch (#3721) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Drei Wochen war der Frosch so krank!
Jetzt raucht er wieder. Gott sei Dank! Wilhelm Busch (#3722) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ehre dem Fotografen! Denn er kann nichts dafür! Wilhelm Busch (#3723) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ein jeder Narr tut, was er will.
Na, meinetwegen! Ich schweige still. Wilhelm Busch (#3724) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Erquicklich ist die Mittagsruh,
Nur kommt man oftmals nicht dazu. Wilhelm Busch (#3725) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Ich bin ein armer Schreiber nur,
Hab weder Haus noch Acker,
Doch freut mich jede Kreatur,
Sogar der Spatz, der Racker. Wilhelm Busch (#3726) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
So ist es mit der Zeit allhie, erst trägt sie dich, dann trägst du sie, und wann's vorüber weißt du nie. Wilhelm Busch (#3727) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wer liebt zum Beispiel auf dieser Erde,
Ich will mal sagen, die Steuerbehörde? Wilhelm Busch (#3728) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Eigentlich hat's ja nicht viel auf sich mit dem besten Pessimismus. An dem Glücklichen gleitet er ab wie Wasser an der pomadisierten Ente, und der Unglückliche weiß ohne weiteres Bescheid Wilhelm Busch (#3729) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Gewissheit gibt allein die Mathematik. Aber leider streift sie nur den Oberrock der Dinge. Wilhelm Busch (#3730) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Zuweilen lacht man über sich selber, sofern man sich mal bei einer mäßigen Dummheit erwischt, indem man sich nun sogar noch gescheiter vorkommt, als man ist. Wilhelm Busch (#3731) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Auch der allergewöhnlichste Gegenstand,
In Licht und Gegenlicht,
Ist wert der Betrachtung. Wilhelm Busch (#3732) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Bescheidenheit ist eine Zier, nur weiter kommt man ohne ihr. Wilhelm Busch (#3733) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Darf der Gebildete nicht mehr unbefangen übers Wetter reden? Wilhelm Busch (#3734) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Das hochfliegende Wort »Freiheit« bedeutet hienieden, fürcht' ich, immer weniger, je mehr man sich's ansieht. Wilhelm Busch (#3735) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Das Schreiben, das Schreiben, soll man nicht übertreiben, das kostet bloß Papier. Wilhelm Busch (#3736) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Die Tätigkeit des blumenkohlähnlichen Gehirns pflegt man Geist zu nennen. Wilhelm Busch (#3737) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Gehör ich doch zu den Narren, die nach inwendig gucken, wo bekanntermaßen nur spärlich beleuchtet wird. Wilhelm Busch (#3738) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge. Wilhelm Busch (#3739) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung Wilhelm Busch (#3740) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Obgleich die Welt ja, sozusagen,
wohl manchmal etwas mangelhaft,
wird sie doch in den nächsten Tagen
vermutlich noch nicht abgeschafft. Wilhelm Busch (#3741) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt. Wilhelm Busch (#3742) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen. Wilhelm Busch (#3743) deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler
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