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Peter Rudl

* 1966

freischaffender Aphoristiker und Schriftsteller aus Bayern


293 Zitate in der Datenbank

Informationen:



Der Tod ist die Hebamme von allem.

Peter Rudl (#3963)Detailansicht

freischaffender Aphoristiker und Schriftsteller aus Bayern


Tod: Gottes Blinzeln.

Peter Rudl (#3964)Detailansicht

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Jeder Tod ist ein Siegel.

Peter Rudl (#3965)Detailansicht

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Tod: das dritte Geschlecht.

Peter Rudl (#3966)Detailansicht

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Wer mit den Wölfen heult , muß auch mit ihnen jagen

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Die Eroberung einer Frau hat immer etwas von einem die Intelligenz beleidigenden Pyrrhussieg

Peter Rudl (#4071)Detailansicht

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Die Liebe zum Detail sollte oft genug durch eine Liebe zum Delta ersetzt werden

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Humorlosigkeit ist immer auch ein klares Indiz mangelnder Souveränität

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Liebe und Vernunft sollten einander wie der Teufel das Weihwasser meiden

Peter Rudl (#4074)Detailansicht

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Naivität ist in ihrem besten Sinne nicht nur ein Privileg der Jugend sondern in ihrem fatalen Sinne auch Brutstätte der Liebe , des Glaubens und der letztendlich nur denkbar übelsten Sorten von Subordination

Peter Rudl (#4075)Detailansicht

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Wenn Gott etwas nicht braucht , dann ist es ein Anwalt . Weshalb es sich beim Verfasser jedweder sogenannter Theodizee ja auch immer um des Teufels Advokat handelt

Peter Rudl (#4076)Detailansicht

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Die einzige Ehre , die der Geist kennt , ist die der Unbestechlichkeit sei-nes Urteils .

Peter Rudl (#4107)Detailansicht

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Kunst : todbringende Hure und Heilige .

Peter Rudl (#4108)Detailansicht

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Humor ist die Lunge des Geistes , Freiheit sein Herz , der Sinn für Ge-rechtigkeit seine Nieren , Sensibilität seine Haut , Sinnlichkeit sein Solarplexus und eine nur seiner Natur gerecht werdende Thanatosophie seine Art zu denken . Dies sage ich , weil die Allegorie eines Gehirns oder zentralen Nervensystems hier vollständig versagen müßte .

Peter Rudl (#4109)Detailansicht

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Das Drama unserer Tage liegt vor allem darin , daß dem Moloch des Kapitals zuviel Geist geopfert wird .

Peter Rudl (#4110)Detailansicht

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Die Ökonomie ist kein Gesetz des Geistes , versteht ihn aber oft genug zu beerben .

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Die pragmatischste Theodizee besteht wohl in der Annahme , daß den
menschlichen Angelegenheiten von Gott beim besten Willen keine Bedeutung zugemessen werden kann .

Peter Rudl (#4112)Detailansicht

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Was erdenklich ist bleibt nicht mehr als der Hinterhof , vielleicht der Abraum Gottes .

Peter Rudl (#4113)Detailansicht

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Den Nerv zu haben heutzutage das Wort Liebe überhaupt noch in den Mund zu nehmen muß als Romantik genügen .

Peter Rudl (#4114)Detailansicht

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Betrachtet man allein das allenthalben beobachtbare Gesetz der Entro-pie , so muß einem klar werden , daß alles auf maximale Unordnung , Desintegration und Selbstzerstörung angelegt ist . Kontingente Phänomene wie unsere Welt sind mikrokosmisch kleine , kaltblütige Effloreszenzen eines zutiefst bizarren und universell geltenden , freilich atemberaubenden Zerfalls.

Peter Rudl (#4115)Detailansicht

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Beuys war wahrscheinlich als einer der letzten durch und durch Künstler . Zieht man seine peinliche soziale Attitüde ab , so hat er über Kunst gesagt, was zu sagen ist und getan , was zu tun war . Kurz : er hat dem Geist genüge getan . Mehr kann man von der Kunst nicht verlangen .

Peter Rudl (#4116)Detailansicht

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Es liegt in der Natur der Entscheidung , daß sie falsch , aber klug und daß sie dumm , aber richtig sein kann .

Peter Rudl (#4117)Detailansicht

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Ein Geist wird und bleibt erst schuldig , wenn er aufgibt .

Peter Rudl (#4118)Detailansicht

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Was muß der Künstler schlecht sein , der sich Vernunft leistet .

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Vernunft zählt zu den niederen Erfindungen des Menschen . Gott kennt keine Vernunft .

Peter Rudl (#4186)Detailansicht

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Wenn die Idee des Teufels überhaupt zu etwas taugt , dann dazu den armseligen Menschen , dieses über alle Maßen überschätzte , hochgejubelte und –putschte Charakterschwein als “ Krone “ der Schöpfung zu ersetzen .

Peter Rudl (#4187)Detailansicht

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Die Liebe : was für eine Nußschale auf dem Ozean des Denkens .

Peter Rudl (#4188)Detailansicht

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Liebe ist ein hübsches Nachtschattengewächs und eine für Träumer wie geschaffene Droge aus dem Schoße der Natur .

Peter Rudl (#4189)Detailansicht

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Nie ist ein Mensch erträglicher als wenn er geht .

Peter Rudl (#4190)Detailansicht

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Das Sterben hat für den Geist keine Bedeutung , keinen Inhalt , keine Form , ist die Wand , durch die er muß und er allein entscheidet , ob sie Schleier oder bleiern ist .

Peter Rudl (#4191)Detailansicht

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Das sogenannte Wunder des Glaubens ist ja nichts anderes als ein Ausdruck geistiger Erschöpfung oder Überforderung .

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Das Ende kennt keinen Konjunktiv .

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Sicherheit oder zumindest die Illusion von ihr ist die Zylinderkopfdichtung der Seelenmaschinerie .

Peter Rudl (#4194)Detailansicht

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Behutsamkeit : das Signum vollendeter Weisheit .

Peter Rudl (#4195)Detailansicht

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Aus dem , was gesagt wird , kann man manches erfahren , aber lernen soll man aus dem , was nicht gesagt wird .

Peter Rudl (#4196)Detailansicht

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Worte sind verlorene Orte , sind Wüsteneien des Geistes . Sie konturieren allenfalls Denkfiguren , mehr nicht .

Peter Rudl (#4197)Detailansicht

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Konventionen sind das Ende der Kunst – in allem .

Peter Rudl (#4198)Detailansicht

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Im Anfang war der Sinn . Seitdem birst alles in myriaden Stücke .

Peter Rudl (#4199)Detailansicht

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Die Wahrheit ist eine Geliebte für eine Elukubration , und wenn es schön war noch für die nächste , nicht mehr .

Peter Rudl (#4200)Detailansicht

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Das Papsttum ist wahrlich der Grabstein , das Senklot und Fallbeil am Halse des in Dummheit , Habsucht und Rechthaberei vergewaltigten Christentums .

Peter Rudl (#4201)Detailansicht

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Die Gerechtigkeit ist ein Spiegel , den der Mensch ständig mit Füßen tritt . Vielleicht hat ihn die Schöpfung auch gerade daher blind gemacht .

Peter Rudl (#4202)Detailansicht

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Wer noch nie betrogen hat , ist ein Betrüger ex katexochen , weil er sich selbst betrügt .

Peter Rudl (#4203)Detailansicht

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Gleichmut bilde das Firmament der Seele , durchsternt von vornehmen
Leidenschaften , die der Schönheit des Vergänglichen unerschütterlich
mit Wärme dienen .

Peter Rudl (#4204)Detailansicht

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Mitleid ist eine obszöne Rendite .

Peter Rudl (#4205)Detailansicht

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Das Leben ist ein Märchen mit bösem Ausgang und jeder Mensch sein
Erzähler , der es umschreiben kann .

Peter Rudl (#4206)Detailansicht

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Gäbe es einen Sinn , dann bräuchten die Menschen keinen Sinn .

Peter Rudl (#4239)Detailansicht

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Geist : Selbstmord auf Bewährung .

Peter Rudl (#4240)Detailansicht

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Das Unbewußte : ein Schrei aus Fels und Federn .

Peter Rudl (#4241)Detailansicht

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Den Menschen zerstört nicht , daß er immer nur zu brauchen meint , was er nicht hat , sondern vielmehr , daß er stets zu brauchen wähnt , was es gar nicht gibt.

Peter Rudl (#4245)Detailansicht

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Existenz : ein Begriff , der tunlichst nach Kleinschreibung verlangt .

Peter Rudl (#4246)Detailansicht

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Der Tod ist kein Versprechen .

Peter Rudl (#4293)Detailansicht

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Nichts sollte tödlicher sein als Versprechen .

Peter Rudl (#4294)Detailansicht

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Axiomatik : unterste Schublade des Geistes .

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Wissen : Inbegriff der Hybris ex katexochen .

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Liebe : ein anders nie geschautes Gepränge von Innigkeit , Alter und Geheimnis .

Peter Rudl (#4297)Detailansicht

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Politik ist in der Regel nicht mehr als das Gewölle am Ende der Rhetorik .

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Gerade solche Menschen , die sich nach Macht sehnen und sie sonst nirgends erlangen können , setzen bevorzugt Kinder in die Welt .

Peter Rudl (#4299)Detailansicht

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Oft werden Kinder nur in die Welt gesetzt um die Schuld am eigenen Scheitern auf mehrere Schultern zu verteilen .

Peter Rudl (#4300)Detailansicht

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Ein Weg verschwindet , wenn er nicht zuende gegangen wird .

Peter Rudl (#4301)Detailansicht

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Die Freude ist auch nur eine Form , eine Facette aus dem weitläufigen Spektrum des Leides , die nur durch eine mehr oder weniger geringe Beugung und Abweichung der Zeit zunächst aus ihm verschoben erscheint .

Peter Rudl (#4302)Detailansicht

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Vom Segen zum Fluch ist es nur ein sehr kleiner Schritt .

Peter Rudl (#4303)Detailansicht

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Wenn das Böse arriviert ist , läßt es es sich nicht nehmen Segen zu spenden .

Peter Rudl (#4304)Detailansicht

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Mag Gott selbst die Pointe der Liebe , des Lebens oder von was auch immer sein , so schwebt über allem doch ein wahnsinniger Humor , der sich immer neue Nischen sucht , wo sich jede für sich Universum nennen darf . Sicher ist bloß , daß die multiversale Anstalt keine Wärter kennt , sondern nur Insassen , Erzähler und ihre geistesgegenwärtigen Erfinder .

Peter Rudl (#4305)Detailansicht

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Glück : eine erbärmliche Versuchung . Wenn es sich verabschiedet hat , kommt man ihm näher , wenn es sich aber nie eingefunden hat , kann man schon bei ihm wohnen ohne es auch nur zu wissen oder zu wollen .

Peter Rudl (#4306)Detailansicht

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Gott , das Böse oder ganz unverbindlich das “ Schicksal “ : alles , was immer dafür herhalten muß , wenn Menschen versagen . Dabei liegt darin ihre eigentliche Kern(in)kompetenz .

Peter Rudl (#4307)Detailansicht

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Der sogenannte Fortschritt : testosterongesteuerte Selbstzerstörung auf einem künstlich immer weiter erhöhten Niveau . Veitstanz der Gier nach mehr , der Geist bleibt dabei auf der Strecke . An der Börse spräche man von einer Blase .

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Was existiert irrt bereits .

Peter Rudl (#4309)Detailansicht

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Keine Liebe ohne Demut .

Peter Rudl (#4310)Detailansicht

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Die Kunst des Kampfes liegt vor allem auch darin keine Pläne zu ma-chen , nicht zu projizieren und niemals an seinen Ausgang zu denken .

Peter Rudl (#4423)Detailansicht

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Wann , wenn nicht Jetzt ? Geist , wenn nicht Leben ?

Peter Rudl (#4424)Detailansicht

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Freundschaft , Familie , Liebe : in der Regel nicht mehr als ein Masken-ball des Todes .

Peter Rudl (#4425)Detailansicht

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Not ist keine Tugend , aber ihre Erfindungsarmut ein Laster .

Peter Rudl (#4426)Detailansicht

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Opferbereitschaft : Grundbedingung aufrichtigen und reinen Geistes .

Peter Rudl (#4427)Detailansicht

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Dostojewskij schrieb " Je mehr ich mir des Göttlichen bewußt wurde , um so tiefer watete ich im Dreck . " Nicht anders verhält es sich in der Liebe .

Peter Rudl (#4428)Detailansicht

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Auch Erfahrung nützt sich ab .

Peter Rudl (#4429)Detailansicht

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Wahre Liebe vergleicht nicht .

Peter Rudl (#4464)Detailansicht

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Bedingungslosigkeit : muß , obschon kapitulationsfrei , vor allem anderen in der Liebe gelten . Alles andere ist bloß ein Mißverständnis und gehört auf den Schutt jedweder Biographie .

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Es gehört manchmal viel mehr dazu für etwas zu leben als dafür zu sterben .

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Erfolg verdient nur Respekt , wenn er ohne Ellenbogen , Hinterhältigkeit oder Protektion zustande kommt . Diese Art Erfolg müßte freilich erst noch geboren werden .

Peter Rudl (#4528)Detailansicht

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Der Selbstmord ist nichts für Ästheten . Er ist eine Schweinerei , mit der man zu leben hat .

Peter Rudl (#4529)Detailansicht

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Vernunft : dieser Büttel des Erfolgs , der noch immer versagt hat , wenn es wesentlich wurde .

Peter Rudl (#4530)Detailansicht

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Nichts ist verantwortungsloser als das Glück . Also zähle nicht darauf.

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Geist : eine Wunde des Nichts .

Peter Rudl (#4554)Detailansicht

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Geist kennt keine Flügel . Das macht ihn als Engel unbrauchbar .

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Liebe : Geist verbietet ihre Nutzung .

Peter Rudl (#4576)Detailansicht

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Wünsche : sub specie mentis - Episoden des Anfangs .

Peter Rudl (#4577)Detailansicht

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Spirit : theatre of loneliness.

Peter Rudl (#4578)Detailansicht

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Engel machen keine Versprechungen . Dies ist ein Privileg der Teufel .

Peter Rudl (#4579)Detailansicht

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Der Selbstmord verlangt vor allem absolute Seelenruhe . Sonst erzeugt er nur Erblindung .

Peter Rudl (#4580)Detailansicht

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Geist und Leid : alles, was dem Leben Tiefenschärfe verleiht.

Peter Rudl (#4581)Detailansicht

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Wer zum Kämpfen gezwungen werden kann, ist immer ein Verlierer .

Peter Rudl (#4582)Detailansicht

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Verschiedenheit : so ein schönes deutsches Wort für alles , was Zukunft hat , egal ob , trotzdem oder gerade weil es verschieden ist .

Peter Rudl (#4700)Detailansicht

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Erinnerung : in der Regel immer nur das gerechte Bleiwerk des
Vergessens , in das immer neue Stollen der Verbrämung , des erstickten Selbstbezichts und der schamlosesten Verklärung getrieben werden . Wer solche Lüge nicht leben will , wird krank und erlischt schnell . Aber wen schert’s . Die Wahrheit will keiner ertragen .

Peter Rudl (#4701)Detailansicht

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Der schönste Gottesdienst bleibt seinen Geist dicht am Tod und tief im Leben vielfältigst zu schulen .

Peter Rudl (#4702)Detailansicht

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Koalition : Kollision von etwas , das nicht zusammengehört . Das so jämmerlich Ineinandergeschobene lähmt sich gegenseitig bis sich irgendwelche Feuerwehrleute und im günstigsten Fall sogar die Wähler der Verunfallten mit der Rettungsschere erbarmen , die Scherben zusammenkehren und den Schrott abfahren .

Peter Rudl (#4703)Detailansicht

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Gesichter ohne Namen . Damit fängt es immer an . Doch der Traum geht immer weiter . Die Vernunft kapituliert , die Seele hüllt sich in Schweigen , doch der Geist macht immer weiter . Bis es erledigt ist . Das sogenannte Leben , id est : sein Lügengewirk . Das sogenannte Lebenswerk .

Peter Rudl (#4704)Detailansicht

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Die sogenannte Familienehre entsteht immer dann , wenn die
Familienmitglieder keine eigene Ehre haben , um dann freilich meist blutig nur umso breiter getreten zu werden . Ein Atavismus, für den sich jeder Orang Utan zurecht schämte .

Peter Rudl (#4914)Detailansicht

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Skepsis ist richtig verstanden eine Art Unterbewußtsein des Humors .

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Das 21.Jahrhundert wird sicherlich schon sehr früh als das der
Überwindung des Buches in die Geschichte eingehen . In meinen Augen verleiht ihm das bereits einen Kommißschmiß in der ohnehin triefäugigen Visage . Es wird ganz gewiß ein Jahrhundert , dem die geheime Schönheit und die Phantasie einen hohen Blutzoll zu opfern haben werden .

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Geist : Scheitern auf hohem Niveau .

Peter Rudl (#4917)Detailansicht

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Lüge ist ein Krebs . Sie pflanzt sich irrsinnig schnell fort , geht
rückwärts und läßt sich ohne Betäubung kaum ertragen . Sie zerfrißt die Psyche und zersetzt jeden Charakter um bestenfalls tödlich zu enden . Ihre Beine sind nicht kurz sondern werden abgenommen . Sie ist das Letzte und findet selbst auf den Lippen der Sterbenden Platz . Sie drängt sich überall dazwischen , verzehrt den Geist , versehrt die Seele und verzerrt das Leben . Viele finden darin ihr wärmendes Nest , aber sie ist und bleibt die kälteste , verheerende Pest .

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Charakter : neben dem Geist wohl der einzige Luxus , den man bis heute nicht kaufen kann .

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Nichts ist die letzten Generationen mehr durch den Dreck gezogen
worden als die sogenannte Ehre . Noch die verkommenste Straßengang legt Wert auf sie . Die wohl denkbar widerlichsten Morde werden in genau ihrem Namen begangen . Die Ehre ist tot und darf zurecht Dreck gelten , weil sie zu schwach war SS , die feige Mafia , alles grauenvoll blind um sie geiferndes Pack und alle noch sonstig perversen Familien und Banden davon abzuhalten sie in ihren ekelhaft purulenten Sumpf zu ziehen und zu ersticken .

Peter Rudl (#4920)Detailansicht

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Das Schlimmste ist , daß man sich zwar zugrunde , aber es nicht zuende denken kann .

Peter Rudl (#5174)Detailansicht

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Das Schlimmste am Leben ist , daß es gar nicht mehr aufhören will , wenn man es erst einmal zuende gedacht hat .

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Das Schlimmste am Kampf ist , daß er niemals aufhört , wenn man ihn einmal angenommen hat .

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Ich stehe nun mal auf den Irrsinn der Götter , der des Menschen läßt mich dagegen kalt .

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Diabolik : eine Spielwiese , die vornehmlich die Kirche bestellt .

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Unvernunft ist eines der schönsten Komplimente kreativen Geistes an die Schöpfung

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Hoffen läßt sich nur , wenn man den Geist aufgegeben hat .

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Die Hoffnung hat schon so manchen großen Geist gefällt und erstickt . Gäbe es einen Teufel , wäre sie sein Meisterstück , übertroffen nur von seiner “ Liebe “ .

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Kultur muß immer wieder gegen den Strich gebürstet werden , wenn sie nicht verkommen soll .

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Sinnlichkeit : eine der wohl schönsten und kultiviertesten Reiseformen.

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Die Tafelrunde des Geistes : Einsamkeit , Gelassenheit , Verzicht sowie die Hoheit über Hoffnung und Verzweiflung .

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Nichts beleidigt Gott mehr als die Rache , Das ganze Alte Testament ist ein Abort der Blasphemie , ein Orkus der Gewalt , in den freilich die ganze menschliche Historie hineinzustreben scheint um sich endlich von ihrem ärgsten Inkubus zu befreien . Die Vernunft stirbt immer zuerst mit den Emotionen . Am Ende bleibt nichts ungerührt . Doch wenn etwas gestählt aus diesem ganzen Irrsinn hervorgehen kann , dann der Geist . Allein .

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Wer Gott fern sein will , der hänge einem Glauben an .

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Unglück ist es erst dann , wenn es den von ihm Betroffenen die Würde nimmt .

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Schweigen ist oft noch das Ehrlichste , was man für jemanden tun kann .

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Kritik hat in der wahrhaftigen Kunst und Liebe nichts verloren . Da sie Geistes Kinder sind , bedürfen sie ihrer auch nicht . Sie vergiftet , verletzt und zerstört , wo sie das Handwerk und Beziehungen bloßer Zuneigung fördert .

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Niemand kann trösten was des Geistes ist .

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Zweifel : sicher eine der Grundkonstanten des Geistes .

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Das Leben ist eine Hure auf Freiersfüßen .

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Psychologie : selten mehr als die Lehre von den Bauernregeln
menschlichen Verhaltens .

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Glaube kann unschwer statisch sein . Nicht so der Geist . Stillstand ist des einen Freund , des andern Feind . Darum wird er verfeimt , weil er taucht , wo der andere ertrinkt und immer tiefer sinkt . Schwarze Perlen holt er ans Licht , wo der Glaube längst mit sich bricht .

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Für das Glück darf man sich nie anstellen .

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Nichts ist lebendiger und zugleich tödlicher als Vertrauen .

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Egoismus und Selbstlosigkeit : absolute Arkandisziplinen der
Weiblichkeit . Kein Mann kann da mit , allenfalls der der Weiblichkeit naturgemäß zugeneigte Geist .

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Der Geist zerreißt , was die Liebe bloß dehnt .

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Immer hart am Limit . Darunter sollte man es nicht tun , geschweige denn leben und sterben .

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Geist : sein zweiter Name ist Einsamkeit .

Peter Rudl (#5237)Detailansicht

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Wer nicht mehr als alles geben kann , denn nichts weniger erfordert die ganze wahre und aufopferungsvolle Liebe , hat bei ihr nichts verloren . Es erfordert schon einen gewissen Wahnsinn ihr restlos gerecht werden zu wollen . Manche nennen es vielleicht zurecht Selbstverleugnung , aber es bedarf auch einer ausgesucht kreativen Hand sie restlos zum Erblühen zu bringen und keine Frage , dann ist alles möglich , was zwischen Menschen nur möglich ist , gleichob Engel , seien sie nun ehern oder eher luziferisch Pate stünden … wie dem auch sei , der Aufwand würde sich lohnen , erwüchse sie nur , die wahre Liebe , bedient durch schwache Nerven oder eine fabulöse Empirie … quod erit demonstrandum … post mortem ...

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Eine der letzten der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einsamkeit .

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Das Gefühl gebraucht zu werden ist eine der produktivsten , aber auch lächerlichsten Illusionen des Menschen .

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Dichtung , die den Namen verdient ist Verdichtung , die weh tut .

Peter Rudl (#5241)Detailansicht

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Was das Herz begräbt , der Geist küßt’s wach .

Peter Rudl (#5245)Detailansicht

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Wenn überhaupt etwas buchstäblich zum Teufel geht, dann die Gefühle.

Peter Rudl (#5246)Detailansicht

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Schicksal schickt sich nicht .

Peter Rudl (#5247)Detailansicht

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Denken : Leben mit harten Strichen .

Peter Rudl (#5248)Detailansicht

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Wo der Geist laicht , stirbt Gott fast von selbst – klar ist : es bedarf nicht nur neuer Namen , Begriffe , neue Gedanken müssen her . Der ganze Kehricht gehört gegen den Strich gekehrt . Der Geist muß sich neu erfinden .

Peter Rudl (#5249)Detailansicht

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Grenzen sind etwas , die man nur gemeinsam entdecken , aufzeigen , beseitigen kann .

Peter Rudl (#5253)Detailansicht

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Bei allem Gutdünken einen anderen glücklich machen zu wollen , soll man doch dabei die nachgerade atemberaubende Anmaßung dieses Ansinnens nicht vergessen .

Peter Rudl (#5254)Detailansicht

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Auffassungen soll man nicht teilen , sondern addieren , oft auch ihre Wurzeln sehen und ziehen .

Peter Rudl (#5255)Detailansicht

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Kaum etwas wird einem heutzutage als so entbehrlich verkauft wie die Wahrheit .

Peter Rudl (#5256)Detailansicht

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Geist , der den Namen verdient , muß wie ein Einschlag sein .

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Man sollte Geist nicht mit Intelligenz verwechseln , die ohne
Herzensbildung eine ziemlich armselige , ja einfach nichts andere als kranke Figur abgibt .

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Der Tod findet seinen tieferen Sinn in der Sinnlosigkeit des Lebens .

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Frege : die Universitäten haben sein Denken ruiniert . Den Schrott , den sie hinterließen , Professoren und Denkmitrailleure , heißt heute Logik – akademisch gekränkt .

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Verächtlich die Sterbenden , die keinen Trost für die haben , die sie verlassen .

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Liebe : ein bis in die Hölle hinabreichender , ein aus ihr entspringender Geysir .

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Mit Gefühlen ist es wie mit allem feuchten Element , nur was nicht in Bewegung bleibt , kann gefrieren .

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Wo die meisten Menschen Nähe brauchen , um ganz sie selbst zu sein , benötigt der Geistesmensch vor allem Distanz.

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Vertrauen ist ein Danaergeschenk , das so sicher wie der Trojanische Krieg mit Enttäuschung endet .

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Alle tiefere Philosophie beginnt mit einem Verharren am Abgrund , dem Aushalten des Blicks . Viele gehen in der Folge verloren . Höhere Philosophie dagegen lernt über ihm zu kreisen und wo es lohnt hinabzustoßen für eine kleine Zeit . Die Lehre des Falken .

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Leben : Panoptikum der Einsamkeiten .

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Es gibt genügend Dinge, über die man schon allein aus Charakter mit niemandem reden kann , die man absolut allein tun und ertragen muß .

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Wer etwas zu verlieren hat , wird mit dem Verlieren nie fertig .

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Gott : es sollte mich nicht wundern , wenn die Menschheit schlichtweg zu dumm oder ästhetisch gesprochen auch schlichtweg zu häßlich wäre , um von ihm überhaupt wahrgenommen zu werden oder gar wahrgenommen werden zu können ?

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Überheblichkeit : ein typisches Signum der Spezies Mensch , die doch tatsächlich in dem Wahn lebt bedeutend genug zu sein , um von Gott in seinem universalen und sich immer mehr als multiversal erweisenden Kunstwerk überhaupt wahrgenommen werden zu müssen .

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Aggression : nichts scheint häßlicher und zugleich vitaler , was durchaus kein Widerspruch ist . Kurz : sie ist der Antagonist der Schönheit ex katexochen .

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Richtig verstandener Sex ist die wohl raffinierteste Form des Körpers zu beten .

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Gott : eine schöne Idee , die in Freiheit und Geist zerstiebt . Aber das Haus verliert nichts .

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Götter kommen und gehen . Was bleibt sind religiöse Wahnideen .

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Masse sucht den Geist vergebens .

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Routine ist ein tückisches Gift , das schon mehr Katastrophen als mancher Leichtsinn ermöglicht hat .

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Mehr als den Tod fürchten Menschen für gewöhnlich nur die Entlarvung des schönen Scheins .

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Wenn Menschen überhaupt etwas bis zuletzt durchhalten , dann ist es die Scheinheiligkeit und die Heuchelei .

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Der Sinn liegt immer im Augenblick und bildet so eine der Vernunft verschlossene eigene Dimension des Noli me tangere , ein Wunderhorn des Inkommensurablen .

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Das Leben ist wie ein entdecktes Geheimnis , das seinen Wert schnell
verloren hat . Man muß neue Geheimnisse für es finden , noch besser
leben , mit ihm spielen , neue Werte finden , aufräumen mit dem Dreck .

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Liebe : Schlagfalle der Schöpfung .

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Eitelkeit : dieses kleine , lächerliche , verletzliche Tier . Was ließe sich wohl leichter instrumentalisieren und korrumpieren ? Das gefundene Fressen für Jäger .

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Der Geist ist keine Kunstfertigkeit , er ist eine Kunsterstrengung bis zur Kunsterlangung , eine Kunstverlangung und mitunter auch
-verschreibung .

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Der Tod kann auch bunt sein , muß doch ein Bund sein .

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Herzensbildung macht den Halbmesser des Lebens aus , den der Geist endlos umfängt und birgt .

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Der Geist will wie ein Florett geführt werden , nicht wie ein Schwert .

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Zur Hölle mit dem " Guten " , das sie recht erst erfunden hat .

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Leben : das wohl schönste Oxymoron des Geistes .

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Müssen : die wohl geistfernste Vokabel .

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Jeder Mechanismus ist manipulierbar und allein daher schon
bedenklich .

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Freiheit und Vertrauen stehen nicht selten für dasselbe . Vertrauen schafft Freiheit und Freiheit schafft Vertrauen .

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Das Meer des Geistes bedarf keiner Spiegel .

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Der Tod ist die absolute Enddeckung .

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Wenn es eine Hölle für Eltern gibt , dann müssen sie dort ihre eigenen
Kinder sein ohne die Chance jemals erwachsen zu werden .

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Denken kann man nicht lernen . Wenn man es dann doch lernt , ist man zu fertig dafür .

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Gerade in der Gefühlswelt gilt : wer den Fels nicht sprengen kann ,
muß daran zerschellen . Für nackte Erosion ist das Leben zu kurz .

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Nichts ist naiver als die sogenannte Gerechtigkeit .

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Gerechtigkeit !? Ein naturfremder Anthropomorphismus .

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Liebe : vermutlich so eine Art Crackhouse des erschöpften Geistes .

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Ein aufrichtiger Skeptiker zweifelt auch an der Verzweiflung und vor allem an seiner eigenen .

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Wer Autoritäten anerkennt , ist zu allem fähig .

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Nichts ist verächtlicher als der Vergleich .

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Es liegt in der Natur der Phantasien , daß sie nur phantastisch sind solange sie unerfüllt bleiben .

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Wenn die Natur mit der Kunst ernst macht , dann bedarf es weniger eines Sonnenuntergangs als des weiblichen Orgasmus .

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Der eine Frau wie Sinnenespenlaub nachzittern lassende weibliche Orgasmus ist ein Naturereignis , gegen den sich der männliche wie das Durchfahren einer Wasserpfütze durch einen lärmenden Schulbus neben einem die Bathysphäre erschütternden Seebeben ausnimmt .

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Sanftheit ist ein Luxus , der sich nur bei einem sehr großen Geist oder einer sehr großen Seele findet .

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Erwartungen sind der Grabstichel der Freiheit und dem Geist völlig fremd .

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Liebe heißt alles verzeihen können . Mehr gibt es darüber nicht zu sagen .

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Nichts ist stärker als die Sanftmut des alles durchdringenden Geistes .

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Alles Große bedarf der Einsamkeit .

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Viele gehen in die Finsternis , weil sie glauben , daß sie ihnen Schutz böte , aber das Gegenteil ist der Fall .

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Unter den Abgründen sind oft genug gerade die flachsten die ärgsten .

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Diese abgrundflache Abstumpfung allenthalben ist sicherlich die größte Geißel unserer sogenannten zivilisierten Welt .

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Der Tod fürchtet sich nur vor sich selbst . Lerne daraus .

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Man scheitert , wo man nicht verlieren kann .

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So unterschätzt mir den Dreck nicht . Verunglimpft ihn nur nicht . Dreck erzeugt Wärme . Ja , er ist das vielleicht ursprünglichste Lebensprinzip . Dreck unterscheidet . Nicht einmal die Liebe kann ohne ihn sein .

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Ein Kopf ist immer ein Risiko . Für sich und für die Welt .

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Schaffen kommt nie an .

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Narben sind schön und manchmal verschaffen erst sie der Realität zu ihrem Recht .

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Keine Taten sagen auch oft mehr als Worte .

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Mehr als Abweisung darf der Mensch von der Schöpfung nicht verlangen .

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Sinn : dieser Popanz , den der Geist verachtet .

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Wahrheit ist immer subjektiv und damit unzulänglich . Der Bestand einer objektiven Wahrheit darf mit Recht bestritten werden , alle Konstanten und Spots sind unscharf und werden myriadenfach jenseits der stark vereinfachenden und verkürzenden Wahrnehmungsschwelle unseres Gehirns gebrochen , gestreut und gekrümmt , selbst das sogenannte Wunder des " Sehens " ist ja nichts anderes als eine Emanenz der naturgegebenen Hermetik und Scheinprä- wie -transparenz als auch
-konturierung und zudem ein überaus schmaler Grat und schnell verbrandender Wellenkamm .

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All das Geschwätz um die Wahrheit , dabei ließe sich selbst ein Pudding leichter an die Wand nageln .

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" Wahrheit " ist ist immer nur im Gewand des vorläufig Gültigen zu haben .

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Der Geist ist der Fesselballon , des die Liebe bedarf , um aus dem Tal der Angst zu sich selbst getragen zu werden .

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Nichts hat die Historie dauerhaft mehr verdunkelt als die Kirche .

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Scheinheiligkeit ist die Grenze , bei der die Toleranz des Geistes endet .

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Perfekte Harmonie gibt es nirgends , sie ist allenfalls ein Produkt menschlicher Scheinheiligkeit .

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Charakter ist die Werkstatt des Geistes . Zerstört man sie , wird das Handwerk des Lebens mißlingen .

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Scheinheiligkeit und Lüge , die gern mit dem perversen Deckmäntelchen der Liebe und Fürsorge drapiert werden und nicht die sicher oft sehr schmerzhafte Ehrlichkeit und Authentizität sind die Zutaten , mit denen man den Charakter eines Kindes bricht .

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Die Liebe hat noch immer gefährliche Träume .

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Liebe : diese Fruchtfliegenplage des Geistes .

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Nicht die lächerliche Frage nach dem Sinn des Lebens sondern die Zerreißprobe zwischen der Liebe und der ihm lebensnotwendigen absoluten Pflicht zur Freiheit inklusive seinem vielleicht vornehmsten Privileg das Leben selbst zu beenden ist die größte Herausforderung des Geistes .

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Lieben ist keine Gnade und keine Gunst , es ist die subtilste und wohl auch irrseligste Kunst .

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Ein schöner Charakter zeichnet sich vor allem ja auch darin aus , daß er im wahrsten Sinne des Wortes keiner Fliege etwas zuleide tun kann . Anders verhält es sich dann freilich bei Menschen , sonst geht er unter .

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Wirklich Außergewöhnliches kündigt sich meist durch großes Leiden an .

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Alles sogenannte Wissen ist Pseudowissen und nicht den Dreck unter den Fingernägeln des eingesargten Geistes wert .

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Liebe : ein anders nie geschautes Gepränge von Innigkeit , Alter und Geheimnis .

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Politik ist in der Regel nicht mehr als das Gewölle am Ende der Rhetorik .

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Auch für den Geist ist nicht nichts unmöglich - so bedarf es schon einer ihm unmöglichen Naivität um an eine Erlösung durch Selbstmord zu glauben .

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Der Skeptiker begeht keinen Selbstmord , weil auch dieser sogenannte Ausweg für ihn längst jede Glaubwürdigkeit verloren hat .

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Der Avantgardist und Geistesmensch spürt mehr als alle anderen die Retardiertheit seiner Zeit . Es ist schließlich nur zu wahrscheinlich , daß spätere Historiker nicht umhinkommen werden unser jetziges Zeitalter mit seiner Überzeugtheit von den eigenen großen Fortschritten in Technik und “Aufklärung“ als tumb verlängertes Mittelalter zu belächeln .

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Frauen lügen nicht . Sie nennen es Pragmatismus . Und irgendwie ist ihnen ein ihnen gefälliges Gespinst immer weitaus heiliger als die Wahrheit . Das ist alles . Aber Frauen lügen nicht .

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Ekel kann beim Leben sehr behindern . Muß es fast .

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Selbsterhaltung und Würde : zwei Dinge , die in der Regel gemeinsam in die Tonne getreten werden .

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Man muß nur extrem und intensiv genug leben um die unvermeidliche Todessehnsucht wie den Schwimmer einer Klospülung in sich aufsteigen zu sehen .

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Manchmal ist nichts so erfrischend wie das sogenannte Böse .

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Liebe : geistiger Hungertod .

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Geist : vielleicht die Komik des Todes .

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Alles Leben verdient seinen Abbruch .

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Dreck selbst hat eine ästhetische Dimension für den wachen Geist , nicht anders steht es um die Liebe .

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Geist : eine feingliedrige Brücke über den Abgrund zwischen Liebe und Tod .

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Verzicht ist ein unverzichtbares Agens für die Persönlichkeit eines Menschen .

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Familie : das wohl subtilste Konstrukt der Scheinheiligkeit .

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Liebe : ein fliehender Traum und schnell verkommender Garten , für den , der ihn hegt .

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Engel können nicht eng sein .

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Die Liebe ist eine Ader im Bergwerk des Geistes . Nicht mehr und nicht weniger .

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Die sogenannte " große Liebe " spottet jeder Beschreibung .

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Geist : ein Quantensprung des Herzens .

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Der Mensch hat sieben Mündungen , aber nur eine enthält die tödliche Fracht , wandert sie mitunter auch nordwärts .

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Mißtrauen ist einer der schäbigsten Triumphe und eine der größten Niederlagen der Menschheit .

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Glück: diese Brille , die die meisten suchen , während sie sie doch auf der Nase haben .

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Der Geist ist wie das Moos , das den nackten Fels der Existenz ziert , keiner Wurzeln bedarf und dennoch jeden Fallwind wie schon Hochgebirgssturm unbeschadet und gipfelnah übersteht .

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Geist ist der Schlagwind der Existenz .

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Verachtung ist noch immer der beste Schutz vor den Sumpf- und Brutgebieten des Haßes .

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Das Leben ist eine Hure , der kein Preis zu niedrig scheint .

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So wie Sigmund Freud bereits das Glück und letztlich auch das Gebarme , das der Mensch darum macht , als in der Schöpfung nicht vorgesehen abtat , so möchte ich Gleiches doch auch der sogenannten
" Wahrheit " zugestehen .

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Ich betrachte es als höchst zweifelhaft , ob so etwas wie " Wahrheit " überhaupt semiotisch in der Schöpfung angelegt ist .

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Wahr ist alles , was Tod betrachtet .

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Schön ist alles , was nach dem Ende trachtet .

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Der Geist ist das Blut aus der Nabelschnur des Todes , das heilsame Wirkung entfalten kann , aber nicht notwendig muß .

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Die einzige gemeinsame Triebfeder des Menschen in all seinem unheilvollen Wirken ist die Gier . Er ist eine Plage für das Leben , das sich ihm geschenkt hat , aber er ist auch eine Sackgasse und eine ephemeres Epiphänomen , das bereits seinen Zenit überschritten hat und dessen unaufhaltsamen Niedergangs Zeuge man Tag für Tag werden kann , was schlechterdings nur " gut " so ist .

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Im Labyrinth kryptischer Wechselwirkungen der Natur ist das Wasser womöglich der rote Faden .

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Das Leben : diese überschätzte und gött(öd)liche Kom(elanchol)ödie .

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Kaum etwas wird vom Menschen so nachdrücklich entsorgt wie der Geist . Ganze sogenannte Zivilisationen sind auf seinem Verschwinden errichtet .

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Liebe : der einzige Irrtum , den der Geist sehenden Auges akzeptiert .

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Manchmal bedarf die Realität der erlittenen Narben , um sich ihrer zu versichern .

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Das Verhältnis von Sicherheit und Freiheit war schon immer dem von Kain und Abel nicht unähnlich .

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Das Leben ist ein Lehrstück im Ablegen und Austreiben von romantischen Idealen .

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Selbstbetrug und Lebenslügen sind die wohl weitverbreitetsten und zynischsten Verbrechen am menschlichen Charakter .

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Alle Weisheit , die wir erlangen können , liegt in den Träumen .

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Selbstbetrug und Lebenslügen : wohl die weitverbreitetsten und zynischsten Verbrechen am menschlichen Charakter .

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Misanthrop : als ein sensibler Mensch muß man früher oder später dazu werden .

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Wer sich über Ungerechtigkeit ärgert , gibt zu , daß er naiv genug ist noch an Gerechtigkeit zu glauben .

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Vielleicht ist Liebe einfach nur unmenschlich und ein Tier , das Heil darin sucht .

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Nirgends findet man so viele bunte Aasfresser wie auf dem Knochenberg der Liebe .

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Um eine sterbende Liebe sammeln sich die Hyänen .

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Wir müssen uns damit abfinden , daß der Mensch ein der Wahrheit unfähiges und wahrscheinlich unwürdiges Wesen ist .

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Das gute alte " Cui bono ? " darf , ja muß auch bei allem angewandt werden , das uns von wem auch immer als " Wahrheit " verkauft wird .

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Lebenslüge : widerlich menschliches Konstrukt in Massivbauweise , das oft auch über den Tod hinaus hält .

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Buddhismus : dieser Horizont für Schweine .

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Die Liebe ist eine brotlose Kunst .

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Liebe ist die Tollkirsche des Geistes .

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Vertrauen ist ein Brückenschlag über das Tal der Einsamkeit , der unter den ihn sich erarbeitenden Erfahrungen viele Tote fordert , so man nicht sagen kann oder mag , ob das reicht dafür zu stehen es nicht durchschreiten zu müssen , zumal die mächtigen und unerläßlichen Pfeiler der Blindheit nicht selten über ihren Opfern zusammenstürzen .

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Häßlich : alles , was nicht vergehen kann oder will .

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Familie als Lebensinhalt ist meist nichts weiter als der triefende Kokon der Feigheit .

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Geist : Tod auf Reisen .

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Liebe ist keine Gnade und keine Gunst , es ist vielmehr die vielleicht subtilste und wohl auch irrlichterndste Kunst .

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Dumm ist , wenn man noch nicht einmal merkt , daß man etwas noch Dümmeres vor sich hat .

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Ein Funken Wahrheit ist in jeder Lüge . Selbst in der des Lebens kommt er vor .

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Läßlich und häßlich was sich nur mit Liebe betrachtet ertragen läßt .

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Häßlich ist , was man nur mit Liebe betrachten will oder kann .

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Die Liebe ist ein existenzielles Luxusproblem .

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Geistesmenschen sind wie Jaguare wilde ,unbezähmbare Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarung .

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