
Joseph Joubert1754-1824
französischer Schriftsteller
54 Zitate in der Datenbank
Informationen:
Alle Eroberer sind einander irgendwo ähnlich in ihren Plänen, in ihrem Geist und Charakter. Joseph Joubert (#3240) französischer Schriftsteller
Alle großen Menschen bilden sich ein, mehr oder weniger inspiriert zu sein. Joseph Joubert (#3241) französischer Schriftsteller
Andacht, die Demut nicht begleitet, wird unfehlbar Stolz. Joseph Joubert (#3243) französischer Schriftsteller
Das Weltall gehorcht Gott so, wie der Leib der Seele gehorcht, die ihn ausfüllt. Joseph Joubert (#3244) französischer Schriftsteller
Der Geist empfängt mit Schmerzen, aber er gebiert mit Entzücken. Joseph Joubert (#3245) französischer Schriftsteller
Der Logiker operiert, der Metaphysiker betrachtet. Joseph Joubert (#3246) französischer Schriftsteller
Die Metaphysik ist eine Art Poesie, die Andacht ist ihre Ode. Joseph Joubert (#3247) französischer Schriftsteller
Die Religion ist die einzige Metaphysik, die das Volk imstande ist, zu verstehen und anzunehmen. Joseph Joubert (#3248) französischer Schriftsteller
Die Vollendung setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen. Joseph Joubert (#3249) französischer Schriftsteller
Die wahren Feste sind die religiösen. An heiligen Tagen opfert der Arme Gott seinen Taglohn durch seine Ruhe. Joseph Joubert (#3250) französischer Schriftsteller
Die Zärtlichkeit ist das Ruhen der Leidenschaft. Joseph Joubert (#3251) französischer Schriftsteller
Düfte sind wie die Seele der Blumen, man kann sie fühlen, selbst im Reich der Schatten. Joseph Joubert (#3252) französischer Schriftsteller
Ein König ohne Religion scheint immer ein Tyrann. Joseph Joubert (#3253) französischer Schriftsteller
Es gibt auf Abenteuer ausgehende Geister, die ihre Ideen nur vom Zufall erwarten und empfangen. Joseph Joubert (#3254) französischer Schriftsteller
Es ist, als ob die Völker die Gefahren liebten, weil sie sich solche schaffen, wenn es keine gibt. Joseph Joubert (#3255) französischer Schriftsteller
Es liegt in frischen Kleidern eine Art Jugend, in die das Alter sich hüllen soll. Joseph Joubert (#3256) französischer Schriftsteller
Es steckt oft mehr Geist und Scharfsinn in einem Irrtum als in einer Entdeckung. Joseph Joubert (#3257) französischer Schriftsteller
Fast alles, was wir Missbrauch nennen, war ein Heilmittel in politischen Einrichtungen. Joseph Joubert (#3258) französischer Schriftsteller
Frauen halten das für unschuldig, was sie sich erlauben. Joseph Joubert (#3259) französischer Schriftsteller
Frauen in Männerkleidern, ohne ihre wallenden Gewänder, verlieren an Anmut. Joseph Joubert (#3260) französischer Schriftsteller
Glücklich ist man, wenn man aus dem Zustand der Gesundheit in den der Weisheit übergeht. Joseph Joubert (#3261) französischer Schriftsteller
Höflichkeit ist die Blüte der Menschlichkeit. Wer nicht höflich genug, ist auch nicht menschlich genug. Joseph Joubert (#3262) französischer Schriftsteller
In der Ausschweifung jeder Art liegt viel Seelenkälte; sie ist ein überlegter und freiwilliger Missbrauch des Vergnügens. Joseph Joubert (#3263) französischer Schriftsteller
Jede Naivität läuft Gefahr, lächerlich zu werden, verdient es aber nicht, denn es liegt in jeder Naivität ein unreflektiertes Vertrauen und ein Zeichen von Unschuld. Joseph Joubert (#3264) französischer Schriftsteller
Jenseits dieser Welt und dieses Lebens tastet und sucht man nicht mehr. Es gibt dort nur ein Schauen, und alles Geschaute ist Wahrheit. Joseph Joubert (#3265) französischer Schriftsteller
Leichtgläubigkeit ist das Zeichen eines guten Naturells Joseph Joubert (#3266) französischer Schriftsteller
Leichtgläubigkeit kommt aus dem Herzen und schadet dem Geist nicht. Joseph Joubert (#3267) französischer Schriftsteller
Man ist meistens nur durch Nachdenken unglücklich. Joseph Joubert (#3269) französischer Schriftsteller
Nachsicht möge nicht zu laut sprechen, aus Furcht, die Gerechtigkeit aufzuwecken. Joseph Joubert (#3270) französischer Schriftsteller
Nichts wirkt so eintönig wie ständige Zustimmung. Joseph Joubert (#3271) französischer Schriftsteller
Seine Gedanken an vorübergehende Ereignisse heften, heißt, in den Sand schreiben, in die Wogen zeichnen und auf Windesflügel bauen Joseph Joubert (#3273) französischer Schriftsteller
Vertraulichkeit gefällt auch ohne Güte und bezaubert mit Güte. Joseph Joubert (#3274) französischer Schriftsteller
Wendet man die Strenge an, wo es nicht sein darf, so weiß man nicht mehr, wo man sie anwenden soll. Joseph Joubert (#3275) französischer Schriftsteller
Wie die Lerche möchte ich weit schweifen und hoch über meinem Nest. Joseph Joubert (#3276) französischer Schriftsteller
Will man sehr feine Dinge sichtbar machen, so muss man sie färben. Joseph Joubert (#3277) französischer Schriftsteller
Das Mittelmäßige ist vortrefflich - für den Mittelmäßigen. Joseph Joubert (#3279) französischer Schriftsteller
Denke beratend an die Vergangenheit, genießend an die Gegenwart und wandelnd an die Zukunft. Joseph Joubert (#3280) französischer Schriftsteller
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen. Joseph Joubert (#3281) französischer Schriftsteller
Es gibt ein Recht des Weiseren, nicht ein Recht des Stärkeren. Joseph Joubert (#3282) französischer Schriftsteller
Es gibt heute keine unversöhnlichen Feindschaften mehr, weil es keine Gefühle ohne Hintergedanken mehr gibt: das ist etwas Gutes, das von etwas Schlechtem stammt. Joseph Joubert (#3283) französischer Schriftsteller
Es ist besser eine Frage zu diskutieren, ohne sie zu entscheiden, als eine Frage zu entscheiden, ohne sie zu diskutieren. Joseph Joubert (#3284) französischer Schriftsteller
Ihre Entstehung verdanken die Meisterwerke dem Genie, ihre Vollendung dem Fleiß. Joseph Joubert (#3286) französischer Schriftsteller
Maximen sind für den Intellekt das, was Gesetze für die Handlungen sind: Sie erleuchten nicht, aber sie leiten und führen und, obgleich selbst blind, sind sie Schutz. Sie sind der Faden im Labyrinth, der Kompass in der Nacht. Joseph Joubert (#3287) französischer Schriftsteller
Nicht Sieg sollte der Sinn der Diskussion sein, sondern Gewinn. Joseph Joubert (#3288) französischer Schriftsteller
Um in der Welt Erfolg zu haben, braucht man Tugenden, die beliebt, und Fehler, die gefürchtet sind. Joseph Joubert (#3289) französischer Schriftsteller
Wenn meine Freunde einäugig sind, betrachte ich sie im Profil. Joseph Joubert (#3290) französischer Schriftsteller
Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit. Joseph Joubert (#3291) französischer Schriftsteller
Wie Dädalus schmiede ich mir Flügel; ich setze sie allmählich zusammen, indem ich täglich eine neue Feder hinzufüge. Joseph Joubert (#3292) französischer Schriftsteller
Wir leben in einem Zeitalter, in dem die überflüssigen Ideen überhand nehmen und die notwendigen Gedanken ausbleiben. Joseph Joubert (#3293) französischer Schriftsteller
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