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Johann Peter Eckermann

1792-1854

deutscher Schriftsteller


18 Zitate in der Datenbank

Informationen:



Das Gleiche läßt uns in Ruhe; aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.

Johann Peter Eckermann (#5961)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Das Schöne ist ein Urphänomen, das zwar nie selber zur Erscheinung kommt, dessen Abglanz aber in tausend verschiedenen Äußerungen des schaffenden Geistes sichtbar wird, und so mannigfaltig und so verschiedenartig ist als die Natur selber.

Johann Peter Eckermann (#5962)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Den Deutschen ist im ganzen die philosophische Spekulation hinderlich, die in ihrem Stil oft ein unsinnliches, unfaßbares, breites und aufdröselndes Wesen hineinbringt. Je näher sie sich gewissen philosophischen Schulen hingeben, desto schlechter schreiben sie.

Johann Peter Eckermann (#5963)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Der Mensch ist ein einfaches Wesen. Und wie reich, mannigfaltig und unergründlich er auch sein mag, so ist doch der Kreis seiner Zustände bald durchlaufen.

Johann Peter Eckermann (#5964)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Die Manier will immer fertig sein und hat keinen Genuß an der Arbeit. Das echte, wahrhaft große Talent aber findet sein höchstes Glück in der Ausführung

Johann Peter Eckermann (#5965)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Die Natur ergibt sich nicht einem jeden. Sie erweist sich vielmehr gegen viele wie ein neckisches junges Mädchen, das uns durch tausend Reize anlockt, aber in dem Augenblick, wo wir es zu fassen und zu besitzen glauben, unsern Armen entschlüpft.

Johann Peter Eckermann (#5966)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Die Überzeugung unserer Fortdauer entspringt mir aus dem Begriff der Tätigkeit; denn wenn ich bis an mein Ende rastlos wirke, so ist die Natur verpflichtet, mir einen andere Form des Daseins anzuweisen, wenn die jetzige meinem Geist nicht ferner auszuhalten vermag.

Johann Peter Eckermann (#5967)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Die Welt ist so voller Schwachköpfe und Narren, daß man nicht nötig hat, sie im Tollhause zu suchen.

Johann Peter Eckermann (#5968)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Es ist der Welt nicht gegeben, sich zu bescheiden: den Großen nicht, daß kein Mißbrauch der Gewalt stattfinde, und der Masse nicht, daß sie in Erwartung allmählicher Verbesserungen mit einem mäßigen Zustande sich begnüge.

Johann Peter Eckermann (#5969)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Es ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will herrschen, und da muß sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen. Sie hat ihnen auch die Bibel lange genug vorenthalten, solange als irgend möglich.

Johann Peter Eckermann (#5970)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Es ist keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat.

Johann Peter Eckermann (#5971)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Sowie ein Dichter politisch wirken will, muß er sich einer Partei hingeben, und sowie er dieses tut, ist er als Poet verloren.

Johann Peter Eckermann (#5972)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Man sollte überhaupt nie eine Handlungsweise eine Staatstugend nennen, die gegen die Tugend im allgemeinen geht.

Johann Peter Eckermann (#5973)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit.

Johann Peter Eckermann (#5974)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Und dann, das Leben eines deutschen Gelehrten, was ist es? Was in meinem Fall daran etwa Gutes sein möchte, ist nicht mitzuteilen, und das Mitteilbare ist nicht der Mühe wert. Und wo sind denn die Zuhörer, denen man mit einigem Behagen erzählen möchte?

Johann Peter Eckermann (#5975)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Wir wandeln alle in Geheimnissen.

Johann Peter Eckermann (#5976)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten.

Johann Peter Eckermann (#5977)Detailansicht

deutscher Schriftsteller


Man muß keine Jugendfehler ins Alter hineinnehmen, denn das Alter führt seine eigenen Mängel mit sich.

Johann Peter Eckermann (#5978)Detailansicht

deutscher Schriftsteller