
Friedrich Nietzsche1844 -1900
deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
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Das Wiederfinden dessen, was der Mensch in die Dinge gesteckt hat, heißt sich Wissenschaft. Friedrich Nietzsche (#70) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik. Friedrich Nietzsche (#1338) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Mutter der Ausschweifung ist nicht die Freude, sondern die Freudlosigkeit. Friedrich Nietzsche (#1336) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Scham existiert überall, wo es ein »Mysterium« gibt. Friedrich Nietzsche (#1337) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte der Anmaßungen. Friedrich Nietzsche (#1334) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Jedermann hat gerade soviel Eitelkeit, wie es ihm an Verstand fehlt. Friedrich Nietzsche (#347) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Asket macht aus der Tugend eine Not. Friedrich Nietzsche (#1329) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Gewissensbiss ist, wie der Biss des Hundes gegen einen Stein, eine Dummheit. Friedrich Nietzsche (#1330) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Besser schreiben aber heißt zugleich auch besser denken; immer Mitteilenswerteres erfinden und es wirklich mitteilen können; übersetzbar werden für die Sprachen der Nachbarn; zugänglich sich dem Verständnisse jener Ausländer machen, welche unsere Sprache lernen; dahin wirken, dass alles Gute Gemeingut werde und den Freien alles frei stehe. Friedrich Nietzsche (#1324) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
»Dumm wie ein Mann« sagen die Frauen: »feige wie ein Weib« sagen die Männer. Die Dummheit ist am Weibe das Unweibliche. Friedrich Nietzsche (#1339) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Exstirpation des deutschen Geistes zugunsten des »deutschen Reiches« Friedrich Nietzsche (#1320) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Das Vollkommene soll nicht geworden sein. - Wir sind gewöhnt, bei allem Vollkommenen die Frage nach dem Werden zu unterlassen: sondern uns des Gegenwärtigen zu freuen, wie als ob es auf einen Zauberschlag aus dem Boden aufgestiegen sei. Friedrich Nietzsche (#1326) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Gewöhnung an Ironie ebenso wie die an Sarkasmus verdirbt übrigens den Charakter. Sie verleiht allmählich die Eigenschaft einer schadenfrohen Überlegenheit: Man ist zuletzt einem bissigen Hunde gleich, der noch das Lachen gelernt hat außer dem Bellen. Friedrich Nietzsche (#808) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Insekten stechen, nicht aus Bosheit, sondern weil sie auch leben wollen: ebenso unsere Kritiker; sie wollen unser Blut, nicht unsern Schmerz. Friedrich Nietzsche (#1335) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Den Stil verbessern - das heißt den Gedanken verbessern, und gar nichts weiter! - Wer dies nicht sofort zugibt, ist auch nie davon zu überzeugen! Friedrich Nietzsche (#1328) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wir legen nicht eher besonderen Wert auf den Besitz einer Tugend, bis wir deren völlige Abwesenheit an unserem Gegner wahrnehmen. Friedrich Nietzsche (#977) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Das Publikum verwechselt leicht den, welcher im Trüben fischt, mit dem, welcher aus der Tiefe schöpft. Friedrich Nietzsche (#1325) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Aus drei Anekdoten ist es möglich, das Bild eines Menschen zu geben Friedrich Nietzsche (#1319) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nein, das Ziel der Menschheit kann nicht am Ende liegen, sondern nur in ihren höchsten Exemplaren. Friedrich Nietzsche (#1322) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Auch der vernünftigste Mensch bedarf von Zeit zu Zeit wieder der Natur, das heißt seiner unlogischen Grundstellung zu allen Dingen. Friedrich Nietzsche (#1323) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Wahrheit dienen wenige in Wahrheit, weil nur wenige den reinen Willen haben gerecht zu sein und selbst von diesen wieder die wenigsten die Kraft, gerecht sein zu können. Friedrich Nietzsche (#1321) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Witz ist das Epigramm auf den Tod eines Gefühls. Friedrich Nietzsche (#1331) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Dicht neben dem Wehe der Welt, und oft auf seinem vulkanischen Boden, hat der Mensch seine kleinen Gärten des Glücks angelegt. Friedrich Nietzsche (#1332) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die demokratischen Einrichtungen sind Quarantäne-Anstalten gegen die alte Pest tyrannenhafter Gelüste: als solche sehr nützlich und sehr langweilig Friedrich Nietzsche (#1333) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ein Beruf macht gedankenlos; darin liegt sein größter Segen. Denn er ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art Einen anfallen, erlaubtermaßen zurückziehen kann. Friedrich Nietzsche (#1340) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Etwas Kurz-Gesagtes kann die Frucht und Ernte von vielem Lang-Gedachten sein. Friedrich Nietzsche (#1341) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Gegen die Männerkrankheit der Selbstverachtung hilft es am sichersten, von einem klugen Weibe geliebt zu werden. Friedrich Nietzsche (#1342) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich rede von der Demokratie als von etwas Kommendem. Das, was schon jetzt so heißt, unterscheidet sich von den älteren Regierungsformen allein dadurch, dass es mit neuen Pferden fährt: Die Straßen sind noch die alten, und die Räder sind auch noch die alten. Friedrich Nietzsche (#1343) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst; entweder du kommst schon heute weiter hinauf oder du übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu können. Friedrich Nietzsche (#1344) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Im Kampf mit der Dummheit werden die billigsten und sanftesten Menschen zuletzt brutal. Friedrich Nietzsche (#1345) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Man kritisiert einen Menschen, ein Buch am schärfsten, wenn man das Ideal desselben hinzeichnet. Friedrich Nietzsche (#1347) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Neid und Eifersucht sind die Schamteile der menschlichen Seele Friedrich Nietzsche (#1348) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ohne die blinden Schüler ist noch nie der Einfluss eines Mannes und seines Werkes groß geworden. Einer Erkenntnis zum Siege verhelfen heißt oft nur: sie so mit der Dummheit verschwistern, dass das Schwergewicht der letzteren auch den Sieg für die erstere erzwingt. Friedrich Nietzsche (#1349) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Tief denkende Menschen kommen sich im Verkehr mit anderen als Komödianten vor, weil sie sich da, um verstanden zu werden, immer erst eine Oberfläche anheucheln müssen. Friedrich Nietzsche (#1350) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. Friedrich Nietzsche (#1351) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel. Friedrich Nietzsche (#1352) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Von dem, was du erkennen und messen willst, musst du Abschied nehmen, wenigstens auf eine Zeit. Erst wenn du die Stadt verlassen hast, siehst du, wie hoch sich ihre Türme über die Häuser erheben. Friedrich Nietzsche (#1353) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Von der Tragödie begehrt das Volk eigentlich nicht mehr, als recht gerührt zu werden, um sich einmal ausweinen zu können. Friedrich Nietzsche (#1354) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Weg mit den bis zum Überdruss verbrauchten Wörtern Optimismus und Pessimismus! Denn der Anlass, sie zu gebrauchen, fehlt von Tag zu Tage mehr: nur die Schwätzer haben sie jetzt noch so unumgänglich nötig. Friedrich Nietzsche (#1355) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wer viel Freude hat, muss ein guter Mensch sein: aber vielleicht ist er nicht der Klügste, obwohl er gerade das erreicht, was der Klügste mit all seiner Klugheit erstrebt. Friedrich Nietzsche (#1356) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave. Friedrich Nietzsche (#1357) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wir sind so gern in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat. Friedrich Nietzsche (#1358) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Zu den Dingen, welche einen Denker in Verzweiflung bringen können, gehört die Erkenntnis, dass das Unlogische für den Menschen nötig ist, und dass aus dem Unlogischen vieles Gutes entsteht. Friedrich Nietzsche (#1359) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Auch große Geister haben nur ihre fünf Finger breite Erfahrung, - gleich daneben hört ihr Nachdenken auf: und es beginnt ihr unendlicher leerer Raum und ihre Dummheit. Friedrich Nietzsche (#1360) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
»Die Regel ist mir immer interessanter, als die Ausnahme« - wer so empfindet, der ist in der Erkenntnis weit voraus und gehört zu den Eingeweihten. Friedrich Nietzsche (#1361) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ein Deutscher ist großer Dinge fähig, aber es ist unwahrscheinlich, dass er sie tut: Denn er gehorcht, wo er kann, wie dies einem an sich trägen Geiste wohl tut. Friedrich Nietzsche (#1362) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Geschichte handelt fast nur von […] schlechten Menschen, die später gutgesprochen worden sind. Friedrich Nietzsche (#1363) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. Friedrich Nietzsche (#1364) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. Friedrich Nietzsche (#1365) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Blas dich nicht auf: sonst bringet dich / zum Platzen schon ein kleiner Stich. Friedrich Nietzsche (#1366) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Leugner des Zufalls. - Kein Sieger glaubt an den Zufall. Friedrich Nietzsche (#1367) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die mystischen Erklärungen gelten für tief; die Wahrheit ist, dass sie noch nicht einmal oberflächlich sind. Friedrich Nietzsche (#1368) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Glattes Eis / Ein Paradeis / Für den, der gut zu tanzen weiß. Friedrich Nietzsche (#1369) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet. Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? Friedrich Nietzsche (#1370) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Man hört nur die Fragen, auf welche man im Stande ist, eine Antwort zu finden. Friedrich Nietzsche (#1371) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Mitleid ist das angenehmste Gefühl bei solchen, welche wenig stolz sind und keine Aussicht auf große Eroberungen haben: für sie ist die leichte Beute - und das ist jeder Leidende - etwas Entzückendes. Man rühmt das Mitleid als die Tugend der Freudenmädchen. Friedrich Nietzsche (#1372) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
So lange ihr euch noch irgendwie vor euch selber schämt, gehört ihr noch nicht zu uns! Friedrich Nietzsche (#1373) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Aber vielleicht ist dies der stärkste Zauber des Lebens: es liegt ein golddurchwirkter Schleier von schönen Möglichkeiten über ihm, verheißend, widerstrebend, schamhaft, spöttisch, mitleidig, verführerisch. Ja, das Leben ist ein Weib! Friedrich Nietzsche (#1374) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nichts teilen wir so gern an andere mit, als das Siegel der Verschwiegenheit - samt dem, was darunter ist. Friedrich Nietzsche (#1375) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wer sich tief weiß, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit. Friedrich Nietzsche (#1376) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Gedanken sind die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer, einfacher als diese. Friedrich Nietzsche (#1377) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich fürchte, die Tiere betrachten den Menschen als ein Wesen ihresgleichen, das in höchst gefährlicher Weise den gesunden Tierverstand verloren hat, - als das wahnwitzige Tier, als das lachende Tier, als das weinende Tier, als das unglückselige Tier. Friedrich Nietzsche (#1378) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Das ist aber meine Lehre: wer einst fliegen lernen will, der muss erst stehen und gehn und laufen und klettern und tanzen lernen: - man erfliegt das Fliegen nicht. Friedrich Nietzsche (#1379) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Dass ihr verachtetet, ihr höheren Menschen, das macht mich hoffen. Die großen Verachtenden nämlich sind die großen Verehrenden. Friedrich Nietzsche (#1380) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über einem Abgrunde. Friedrich Nietzsche (#1381) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Mensch ist schwer zu entdecken und sich selber noch am schwersten; oft lügt der Geist über die Seele. Friedrich Nietzsche (#1382) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die größten Ereignisse - das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden. Friedrich Nietzsche (#1383) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Diese neue Tafel, oh meine Brüder, stelle ich über euch: werdet hart! Friedrich Nietzsche (#1384) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Diesen Menschen von Heute will ich nicht Licht sein, nicht Licht heißen. Die - will ich blenden: Blitz meiner Weisheit! Stich ihnen die Augen aus! Friedrich Nietzsche (#1385) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht! Friedrich Nietzsche (#1386) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ein wenig Weisheit ist schon möglich; aber diese selige Sicherheit fand ich an allen Dingen: dass sie lieber noch auf den Füßen des Zufalls - tanzen. Friedrich Nietzsche (#1387) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Es gibt einen alten Wahn, der heißt Gut und Böse. Um Wahrsager und Sterndeuter drehte sich bisher das Rad dieses Wahns. Friedrich Nietzsche (#1388) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Es ist wahr: Wir lieben das Leben, nicht, weil wir ans Leben, sondern ans Lieben gewöhnt sind. Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber auch immer etwas Vernunft im Wahnsinn. Friedrich Nietzsche (#1389) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Freiheit sich schaffen und ein heiliges Nein auch vor der Pflicht: dazu, meine Brüder bedarf es des Löwen! Friedrich Nietzsche (#1390) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Gegen das Kleine stachlicht zu sein, dünkt mich eine Weisheit für Igel. Friedrich Nietzsche (#1391) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Habt ihr Mut, oh meine Brüder? Seid ihr herzhaft? Nicht Mut vor Zeugen, sondern Einsiedler- und Adler-Mut, dem auch kein Gott mehr zusieht? Friedrich Nietzsche (#1393) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Hin zum Throne wollen sie Alle: ihr Wahnsinn ist es, - als ob das Glück auf dem Throne säße! Oft sitzt der Schlamm auf dem Thron - und oft auch der Thron auf dem Schlamme. Friedrich Nietzsche (#1394) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Hütet euch auch vor den Gelehrten! Die hassen euch: denn sie sind unfruchtbar! Sie haben kalte vertrocknete Augen, vor ihnen liegt jeder Vogel entfedert. Friedrich Nietzsche (#1395) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu und glaubt Denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden! Giftmischer sind es, ob sie es wissen oder nicht. Verächter des Lebens sind es, Absterbende und selber Vergiftete, deren die Erde müde ist: so mögen sie dahinfahren! Friedrich Nietzsche (#1396) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich lehre euch den Übermenschen. Der Mensch ist etwas, das überwunden werden soll. […] Der Übermensch ist der Sinn der Erde. Friedrich Nietzsche (#1397) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch. Friedrich Nietzsche (#1398) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ihr habt den Weg vom Wurme zum Menschen gemacht, und vieles ist in euch noch Wurm. Friedrich Nietzsche (#1399) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ihr habt mir zu grausame Augen und blickt lüstern nach Leidenden. Hat sich nicht nur eure Wollust verkleidet und heißt sich Mitleiden? Friedrich Nietzsche (#1400) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ihr Schaffenden, ihr höheren Menschen! Man ist nur für das eigne Kind schwanger. / Lasst euch nichts vorreden, einreden! Wer ist denn euer Nächster? Und handelt ihr auch »für den Nächsten« - ihr schafft doch nicht für ihn!. Friedrich Nietzsche (#1401) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Kirche? antwortete ich, das ist eine Art von Staat, und zwar die verlogenste. Friedrich Nietzsche (#1402) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Lieber nichts wissen, als Vieles halb wissen! Lieber ein Narr sein auf eigene Faust, als ein Weiser nach fremdem Gutdünken! Friedrich Nietzsche (#1404) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Macht wollen sie und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld - diese Unvermögenden! Friedrich Nietzsche (#1405) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen. Und auch meine Seele ist ein springender Brunnen. Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden. Friedrich Nietzsche (#1406) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nicht die Höhe: der Abgang ist das Furchtbare. Friedrich Nietzsche (#1407) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man. Friedrich Nietzsche (#1408) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nicht nur der lügt, welcher wider sein Wissen redet, sondern erst recht der, welcher wider sein Nichtwissen redet. Friedrich Nietzsche (#1409) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nicht nur fort sollst du dich pflanzen, sondern hinauf! Dazu helfe dir der Garten der Ehe! Friedrich Nietzsche (#1410) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
»Nichts ist wahr, alles ist erlaubt« sprach ich mir zu. Friedrich Nietzsche (#1411) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nicht, wenn die Wahrheit schmutzig ist, sondern wenn sie seicht ist, steigt der Erkennende ungern in ihr Wasser. Friedrich Nietzsche (#1412) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Oh ewiges Überall, oh ewiges Nirgendwo, oh ewiges - Umsonst! Friedrich Nietzsche (#1413) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Trachte ich denn nach Glücke? Ich trachte nach meinem Werke! Friedrich Nietzsche (#1415) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Und alle Götter lachten damals und wackelten auf ihren Stühlen und riefen: »Ist das nicht eben Göttlichkeit, dass es Götter, aber keinen Gott giebt?« Wer Ohren hat, der höre. Friedrich Nietzsche (#1416) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Und besser noch Ehebrechen als Ehe-biegen, Ehelügen! - So sprach mir ein Weib: »wohl brach ich die Ehe, aber zuerst brach die Ehe - mich!« Friedrich Nietzsche (#1417) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Und jeder, der Ruhm haben will, muß sich bei Zeiten von der Ehre verabschieden und die schwere Kunst üben - zur rechten Zeit zu gehn! Friedrich Nietzsche (#1418) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Und wer unter Menschen nicht verschmachten will, muss lernen, aus allen Gläsern zu trinken; und wer unter Menschen rein bleiben will, muss verstehn, sich auch mit schmutzigem Wasser zu waschen. Friedrich Nietzsche (#1419) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wagt es doch erst, euch selber zu glauben - euch und euren Eingeweiden! Wer sich selber nicht glaubt, lügt immer. Friedrich Nietzsche (#1420) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wahrlich, der Sonne gleich liebe ich das Leben und alle tiefen Meere. Und dies heißt mir Erkenntnis: alles Tiefe soll hinauf - zu meiner Höhe! Friedrich Nietzsche (#1421) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Weh spricht: Vergeh! Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit. Friedrich Nietzsche (#1422) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wer ihn als einen Gott der Liebe preist, denkt nicht hoch genug von der Liebe selber. Friedrich Nietzsche (#1423) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wer von euch Schleier und Überwürfe und Farben und Gebärden abzöge: gerade genug würde er übrig behalten, um die Vögel damit zu erschrecken. Friedrich Nietzsche (#1424) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Zu vieles missriet ihm, diesem Töpfer, der nicht ausgelernt hatte! Dass er aber Rache an seinen Töpfen und Geschöpfen nahm, dafür dass sie ihm schlecht gerieten, - das war eine Sünde wider den guten Geschmack. Friedrich Nietzsche (#1425) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Das Christentum gab dem Eros Gift zu trinken - er starb zwar nicht daran, aber entartete, zum Laster. Friedrich Nietzsche (#1426) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der eine sucht einen Geburtshelfer für seine Gedanken, der andre einen, dem er helfen kann: so entsteht ein gutes Gespräch. Friedrich Nietzsche (#1427) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas seltenes - aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel. Friedrich Nietzsche (#1428) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
»Die Erkenntnis um ihrer selbst willen« - das ist der letzte Fallstrick, den die Moral legt: damit verwickelt man sich noch einmal völlig in sie. Friedrich Nietzsche (#1429) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Zeit für kleine Politik ist vorbei: schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf um die Erd-Herrschaft, - den Zwang zur großen Politik. Friedrich Nietzsche (#1430) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Es gibt gar keine moralischen Phänomene, sondern nur eine moralische Ausdeutung von Phänomenen Friedrich Nietzsche (#1431) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Es kennzeichnet die Deutschen, dass bei ihnen die Frage »was ist deutsch?« niemals ausstirbt. Friedrich Nietzsche (#1432) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Grad und Art der Geschlechtlichkeit eines Menschen reicht bis in den letzten Gipfel seines Geistes hinauf. Friedrich Nietzsche (#1433) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Man soll nicht in Kirchen gehn, wenn man reine Luft atmen will. Friedrich Nietzsche (#1434) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nicht ihre Menschenliebe, sondern die Ohnmacht ihrer Menschenliebe hindert die Christen von heute, uns - zu verbrennen. Friedrich Nietzsche (#1435) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel. Friedrich Nietzsche (#1436) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Weise als Astronom. - Solange du noch die Sterne fühlst als ein »Über-dir«, fehlt dir noch der Blick des Erkennende Friedrich Nietzsche (#1437) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Soll das Band nicht reißen, - mußt du erst drauf beißen. Friedrich Nietzsche (#1438) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Viel von sich reden kann auch ein Mittel sein, sich zu verbergen. Friedrich Nietzsche (#1439) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse. Friedrich Nietzsche (#1440) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wenn das Haus brennt, vergisst man sogar das Mittagessen. - Ja: aber man holt es auf der Asche nach. Friedrich Nietzsche (#1441) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wenn der Entschluss einmal gefasst ist, das Ohr auch für den besten Gegengrund zu schließen: Zeichen des starken Charakters. Also ein gelegentlicher Wille zur Dummheit. Friedrich Nietzsche (#1442) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wer auf dem Scheiterhaufen noch frohlockt, triumphiert nicht über den Schmerz, sondern darüber, keinen Schmerz zu fühlen, wo er ihn erwartete. Ein Gleichnis. Friedrich Nietzsche (#1443) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein. Friedrich Nietzsche (#1444) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wer sich selbst verachtet, achtet sich doch immer noch dabei als Verächter. Friedrich Nietzsche (#1445) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wer das Hohe eines Menschen nicht sehen will blickt um so schärfer nach dem, was niedrig und Vordergrund an ihm ist und verräth sich selbst damit. Friedrich Nietzsche (#1446) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Man wird am besten für seine Tugenden bestraft. Friedrich Nietzsche (#1447) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Was mich nicht umbringt, macht mich stärker. Friedrich Nietzsche (#1448) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Damit, dass man nach den Anfängen sucht, wird man Krebs. Der Historiker sieht rückwärts, endlich glaubt er auch rückwärts. Friedrich Nietzsche (#1449) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Damit es Kunst giebt, damit es irgend ein ästhetisches Thun und Schauen giebt, dazu ist eine physiologische Vorbedingung unumgänglich: der Rausch. Friedrich Nietzsche (#1450) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Aphorismus, die Sentenz, in denen ich als der Erste unter Deutschen Meister bin, sind die Formen der »Ewigkeit«; mein Ehrgeiz ist, in zehn Sätzen zu sagen, was jeder andre in einem Buche sagt - was jeder andre in einem Buche nicht sagt. Friedrich Nietzsche (#1451) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der getretene Wurm krümmt sich. So ist es klug. Er verringert damit die Wahrscheinlichkeit, von neuem getreten zu werden. In der Sprache der Moral: Demut. Friedrich Nietzsche (#1452) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Hat man sein warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem wie? - Der Mensch strebt nicht nach Glück; nur der Engländer tut das. Friedrich Nietzsche (#1453) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich fürchte, wir werden Gott nicht los, weil wir noch an die Grammatik glauben […]. Friedrich Nietzsche (#1454) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich misstraue allen Systematikern und gehe ihnen aus dem Weg. Der Wille zum System ist ein Mangel an Rechtschaffenheit. Friedrich Nietzsche (#1455) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. Friedrich Nietzsche (#1456) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Was? du suchst? du möchtest dich verzehnfachen, verhundertfachen? du suchst Anhänger? - Suche Nullen! Friedrich Nietzsche (#1457) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wie? ist der Mensch nur ein Fehlgriff Gottes? Oder Gott nur ein Fehlgriff des Menschen? Friedrich Nietzsche (#1458) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Schwachen und Missratnen sollen zu Grunde gehen: erster Satz unserer Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dazu helfen. Friedrich Nietzsche (#1459) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Das Wort schon »Christentum« ist ein Missverständnis -, im Grunde gab es nur einen Christen, und der starb am Kreuz. Friedrich Nietzsche (#1460) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Das Weib war der zweite Fehlgriff Gottes […] - das weiß jeder Priester. Friedrich Nietzsche (#1461) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Es steht niemandem frei, Christ zu werden: man wird nicht zum Christentum »bekehrt«, - man muss krank genug dazu sein. Friedrich Nietzsche (#1462) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
»Glaube« heißt Nicht-wissen-wollen, was wahr ist. Friedrich Nietzsche (#1464) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Unrecht liegt niemals in ungleichen Rechten, es liegt im Anspruch auf »gleiche« Rechte. Friedrich Nietzsche (#1465) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je ein Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen, sie hat den Willen zur letzten auch nur möglichen Korruption gehabt. Friedrich Nietzsche (#1466) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Man muss der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele, - durch Verachtung... Friedrich Nietzsche (#1467) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Alle Vorurteile kommen aus den Eingeweiden. Friedrich Nietzsche (#1468) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wenn man von einem unerträglichen Druck loskommen will, so hat man Haschisch nötig Friedrich Nietzsche (#1469) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich selbst bin immer noch Pole genug, um gegen Chopin den Rest der Musik hinzugeben. Friedrich Nietzsche (#1470) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich bin kein Mensch, ich bin Dynamit Friedrich Nietzsche (#1471) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Romantiker ermangeln des Instinktes: die Kunstwahngebilde reizen sie nicht zur That, sie verharren im Reizungszustande. Friedrich Nietzsche (#1472) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Denn was ist Schönheit, wenn nicht das von uns erblickte Spiegelbild einer außerordentlichen Freude der Natur, darüber dass eine neue fruchtbare Möglichkeit des Lebens entdeckt ist? Und was ist Hässlichkeit, wenn nicht ihr Missmut über sich selbst, ihr Zweifel, ob sie die Kunst zum Leben zu verführen, wirklich noch verstehe? Friedrich Nietzsche (#1473) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nicht die Abwesenheit der Liebe, sondern die Abwesenheit der Freundschaft macht die unglücklichen Ehen. Friedrich Nietzsche (#1474) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
»Gebildet sein« heißt nun: sich nicht merken lassen, wie elend und schlecht man ist, wie raubtierhaft im Streben, wie unersättlich im Sammeln, wie eigensüchtig und schamlos im Genießen. Friedrich Nietzsche (#1475) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
In Wahrheit heißt etwas wollen, ein Experiment machen, um zu erfahren, was wir können; darüber kann uns allein der Erfolg oder Misserfolg belehren. Friedrich Nietzsche (#1476) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Mensch entdeckt zuletzt nicht die Welt, sondern seine Tastorgane und Fühlhörner und deren Gesetze - aber ist deren Existenz nicht schon ein genügender Beweis für die Realität? Ich denke, der Spiegel beweist die Dinge. Friedrich Nietzsche (#1477) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Lehre der Wiederkehr ist der Wendepunkt der Geschichte. Friedrich Nietzsche (#1478) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Selten denkt das Frauenzimmer, denkt es aber, taugt es nichts. Friedrich Nietzsche (#1479) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wenn Skepsis und Sehnsucht sich begatten, entsteht die Mystik. Wessen Gedanke nur ein Mal die Brücke zur Mystik überschritten hat, kommt nicht davon ohne ein Stigma auf allen seinen Gedanken. Friedrich Nietzsche (#1480) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Indem wir fortwährend uns üben, es mit allerlei Mitmenschen auszuhalten, üben wir uns unbewußt darin, uns selber auszuhalten: was eigentlich die unbegreiflichste Leistung des Menschen ist. Friedrich Nietzsche (#1481) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
In der Flamme der Eifersucht wendet man gleich dem Skorpione den vergifteten Stachel gegen sich selber - doch ohne den Erfolg des Skorpions. Friedrich Nietzsche (#1482) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ein labyrinthischer Mensch sucht niemals die Wahrheit, sondern einzig seine Ariadne - was er uns auch sagen möge. Friedrich Nietzsche (#1483) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Meine Brüder, die Natur ist dumm; und soweit wir Natur sind, sind wir alle dumm. Auch die Dummheit hat einen schönen Namen: sie nennt sich Notwendigkeit. Kommen wir doch der Notwendigkeit zu Hilfe! Friedrich Nietzsche (#1484) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Nein, gerade Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen. Wir können kein Faktum »an sich« feststellen: vielleicht ist es ein Unsinn, so etwas zu wollen. »Es ist alles subjektiv« sagt ihr: aber schon das ist Auslegung, das »Subjekt« ist nichts Gegebenes, sondern etwas Hinzu-Erdichtetes, Dahinter-Gestecktes. Friedrich Nietzsche (#1485) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Kirche hat deutsche Kaiser auf Grund ihrer Laster in Bann getan: als ob ein Mönch oder Priester über das mitreden dürfte, was ein Friedrich der Zweite von sich fordern darf. Ein Don Juan wird in die Hölle geschickt: das ist sehr naiv. Hat man bemerkt, dass im Himmel alle interessanten Menschen fehlen? Friedrich Nietzsche (#1486) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Jesus ist das Gegenstück eines Genies: Er ist ein Idiot. Friedrich Nietzsche (#1487) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ich bringe den Krieg. Nicht zwischen Volk und Volk: ich habe kein Wort, um meine Verachtung für die fluchwürdige Interessen-Politik europäischer Dynastien auszudrücken, welche aus der Aufreizung zur Selbstsucht Selbst[üb]erhebung der Völker gegen einander ein Prinzip und beinahe eine Pflicht macht. Friedrich Nietzsche (#1488) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Den letzten Philosophen nenne ich mich, denn ich bin der letzte Mensch. Niemand redet mit mir als ich selbst, und meine Stimme kommt wie die eines Sterbenden zu mir. Friedrich Nietzsche (#1489) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Fanatismus ist die einzige Willensstärke, zu der auch die Schwachen gebracht werden können. Friedrich Nietzsche (#1490) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Der Moralist ist der Ideologe der Tugend. Friedrich Nietzsche (#1491) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Die Philosophie ist eine Art Rache an der Wirklichkeit Friedrich Nietzsche (#1492) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. Friedrich Nietzsche (#1493) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Erziehung ist im Wesentlichen das Mittel, die Ausnahme zu ruinieren zu Gunsten der Regel. Friedrich Nietzsche (#1494) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Irgendwann sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und fragen uns, wie wir es nur irgendwo anders aushalten konnten. Friedrich Nietzsche (#1495) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Ist das Leben nicht hundertmal zu kurz für die Langeweile? Friedrich Nietzsche (#1496) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Man bleibt nur gut, wenn man vergisst. Friedrich Nietzsche (#1497) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wenn der Teufel nicht selber kommt, schickt er ein Weib. Friedrich Nietzsche (#1498) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wir vergessen allzu rasch, was die Ursachen für unsere Schmerzen waren. Friedrich Nietzsche (#1499) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Du sollst dich der Sonne zuwenden, nicht dem Schatten. Friedrich Nietzsche (#6570) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Wer sich stets zu viel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung. Gelobt sei, was hart mach Friedrich Nietzsche (#6792) deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
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